Australien-GP vor Absage

McLaren zieht nach positivem Corona-Test zurück

McLaren
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© Imago Sportfotodienst

12. März 2020 - 21:34 Uhr

Corona-Alarm in der Formel 1 - McLaren zieht zurück

Formel-1-Rennstall McLaren zieht sein Team für den Auftakt in Australien nach einem Coronavirus-Fall im Rennstall zurück. Das teilte der britische Rennstall am Donnerstag mit. Der für Sonntag geplante Grand Prix in Melbourne steht damit wohl vor der Absage.

"Gefühl der Vorsorge"

McLaren und sein deutscher Teamchef Andreas Seidl bestätigten am Donnerstag den positiven Corona-Test bei einem Mitarbeiter und zog sich als Konsequenz für den Australien-GP zurück.

Seidl und McLaren-Geschäftsführer Zak Brown informierten die Bosse der Formel 1 und den Motorsport-Weltverband FIA am Abend über ihren Entschluss. "Die Entscheidung wurde aus einem Gefühl der Vorsorge nicht für die Formel-1-Angestellten von McLaren und Partner getroffen, sondern auch für die Wettbewerber, die Formel-1-Fans und die Anteilseigner der Formel 1", hieß es in der Mitteilung.

Norris: „Alles getan, was wir können“

Auch Lando Norris hat sich nach dem Melbourne-Rückzug seines Teams zu Wort gemeldet und betont, wie wichtig es sei, nun an die Gesunheit aller zu denken. "Wir haben alles getan, was wir können, um die Ausbreitung zu beschränken, und das hat selbstverständlich auch mich betroffen, mich mit so wenigen Menschen wie möglich zu umgeben", schrieb der 20-Jährige bei Instagram. "Meine einzigen Gedanken sind beim Team und jedem, der das Virus in der Welt bekämpft."

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Entwarnung bei Haas

Bei den vier weiteren Verdachtsfällen im Fahrerlager, allesamt angestellt beim Haas-Team, konnte dagegen Entwarnung gegeben werden. Der betroffene McLaren-Mechaniker hatte nach der Ankunft in Australien über grippeähnliche Symptome geklagt und war daraufhin auf Covid-19 getestet worden, die durch das Virus ausgelöste Atemwegserkrankung. Am Abend (Ortszeit) lag dann das positive Ergebnis vor.

Formel-1-Direktor Ross Brawn hatte zuletzt im Zusammenhang mit Ferrari und möglichen Reisebeschränkungen betont, dass nicht gefahren werde, wenn ein Rennstall nicht dabei sein könne. Die Formel 1 und der Motorsport-Weltverband FIA beraten derzeit über die nächsten Schritte. "Unsere Priorität ist die Sicherheit der Fans, der Teams und allen Personals beim Rennen", erklärte die FIA. Man sei "in engem Kontakt" bezüglich der Entscheidung gewesen. Der Verband und die Formel 1 würden "mit allen relevanten Behörden die nächsten Schritte" abstimmen.

Weltmeister Lewis Hamilton hatte die F1-Verantwortlichen zuvor scharf kritisiert, den Saisonauftakt angesichts der Corona-Krise überhaupt wie geplant durchziehen zu wollen.