Qualifying in Monte Carlo

Formel 1: Lewis Hamilton zaubert sich sich zur Monaco-Pole

© dpa, David Davies, wal lop

25. Mai 2019 - 19:25 Uhr

Lewis Hamilton behält die Nerven

Es war wieder einmal ein dieser magischen Momente von Lewis Hamilton: Während seine Rivalen beim letzten Versuch im Qualifiyng zum Formel-1-GP in Monaco patzten, zauberte der Mercedes-Pilot einen Streckenrekord in den Asphalt des Fürstentums. In 1:10,166 Minuten entriss er damit seinem Teamkollegen Valtteri Bottas im letzten Moment noch die prestigeträchtige Pole beim Motorsportklassiker an der Cote d'Azur.

Hamilton: "Das ist das, was Niki mir immer gesagt hat"

Bottas konnte sich bei seinem letzten Ritt durch die Häuserschluchten nicht mehr verbessern und musste sich am Ende um den Hauch von 86 Tausendstel geschlagen geben. Auch dem Dritten, Red-Bull-Mann Max Verstappen, unterliefen beim letzten Angriff auf die Pole zu viele Fehler, sodass sich sein Rückstand auf fast eine halbe Sekunde summierte.

"Das ist die beste Pole, an die ich mich erinnern kann. Und das in so einer schwierigen Woche - für das Team und für mich", sagte Hamilton, der dem Anfang der Woche verstorbenen Aufsichtsrat des Mercedes-Teams, Niki Lauda, sehr nahe gestanden hatte: "Aber wir sind Profis und ziehen das durch. Das ist das, was Niki mir auch immer gesagt hat."

Neuerliches Desaster für Sebastian Vettel und Ferrari

Ferrari erlebte einmal mehr ein Waterloo. Sebastian Vettel war zu keiner Zeit in der Lage, in den Dreikampf an der Spitze einzugreifen. Mit acht Zehnteln Rückstand und viel Glück reichte es für den viermaligen Champion nur zu Startplatz 4. Teamkollege Charles Leclerc dagegen schied wegen eines neuerlichen Aussetzers der Ferrari-Strategen schon in der ersten K.o.-Runde aus.

​Dieses Schicksal hätte zunächst fast auch Vettel ereilt: Zwei Minuten vor Ende von Q1 war der 31-Jährige als 16. noch nicht für die zweite Quali-Runde qualifiziert. Mit neuen Reifen rollte Vettel noch einmal aus der Boxengasse - und schaffte es gerade noch so innerhalb des Zeitlimits über die Ziellinie zu fahren. Nur so hatte er noch eine Chance für einen letzten Versuch, und der passte: Vettel beendete Q1 als Schnellster.

Ferrari macht sich lächerlich

Während sich der viermalige Weltmeister gerade noch so in die nächste Runde rettete, schickte Ferrari seinen zweiten Fahrer nicht noch einmal auf die Strecke. Leclerc musste tatenlos zuschauen, wie er Position um Position verlor und auf Rang 16 strandete. Damit war der Schnellste der Quali-Generalprobe ausgeschieden - und die Formel 1 um eine weitere peinliche Pannen-Episode von Ferrari reicher.

Stinksauer und frustriert stapfte Leclerc zurück ins Fahrerlager, wo er völlig ratlos vor die Presse trat. "Ich verstehe das nicht. Ich muss erst noch mit dem Team sprechen", sagte Leclerc. "Ich sollte wohl mit dem zweiten Satz Reifen noch mal raus. Ich weiß nicht, warum wir das nicht gemacht haben."

Vettel-Crash im 3. Training macht Ferrari das Leben schwer

Katastrophal hatte schon der Start in den Tag für die Scuderia begonnen: Vettel crashte im 3. Freien Training bereits nach 17 Minuten in die Streckenbegrenzung und ruinierte sich dabei den Frontspoiler und die linke Vorderradaufhängung seines SF90. Seine Mechaniker hatten alle Hände  voll zu tun, den Boliden bis zum Qualifying zu reparieren.

Nico Hülkenberg unglücklich ausgeschieden

Auch bei Nico Hülkenberg lief es nicht wunschgemäß. Der Renault-Pilot verpasste als Elfter des zweiten K.o.-Durchgangs das Finale der besten 10 um die Winzigkeit von 62 Tausendstel. Umgerechnet fehlten ihm 2,9 Zentimeter zum Einzug in den letzten Qualifying-Abschnitt. Was mit dem Renault möglich gewesen wäre, zeigte Teamkollege Daniel Ricciardo. Der Australier steuerte seinen Dienstwagen auf dem 3,337 Kilometer langen Stadtkurs auf Startplatz 7.

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Die Ergebnisse vom Monaco-GP in Monte Carlo

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