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Formel-1-Weltmeister bleibt im Silberpfeil

Offiziell: Lewis Hamilton unterschreibt neuen Vertrag bei Mercedes

08. Februar 2021 - 15:21 Uhr

Vertragspoker endlich beendet

Die Kuh ist vom Eis: Nach monatelangen Verhandlungen haben sich Lewis Hamilton und Mercedes auf einen Vertrag für 2021 geeinigt. Das teilte der Rennstall mit. Teil des neuen Deals ist auch die Gründung einer gemeinsamen Stiftung, die sich für mehr Vielfalt und Inklusion im Motorsport einsetzen soll.

Wolff: Kein 1+1-Vertrag

Hamiltons Vertrag war Ende 2020 nach seinem rekordträchtigen siebten Titelgewinn ausgelaufen. Danach lieferten sich der Brite und Mercedes monatelang einen Poker um ein neues Arbeitspapier.

Wie Teamchef Toto Wolff in einer virtuellen Presserunde klarstellte, unterschrieb Hamilton zunächst nur für ein Jahr. Eine Option auf ein weiteres Jahr, über die mehrere Medien zuletzt berichtet hatten, sei nicht Bestandteil des Vertrags.

Görner: Neuer Vertrag nur "Teilerfolg" für Hamilton

Die kurze Vertragsdauer sei eine "beidseitige Entscheidung" gewesen, so der Österreicher. 2022 würden in der F1 neue Regeln und ein verschärfter Budget-Deckel gelten, erläuterte Wolff. "Wir wollten jetzt nicht ewig weiterdiskutieren. Wir werden uns dieses Jahr früher zusammensetzen, um zu besprechen, wie es 2022 weitergeht." Außerdem wolle man den Journalisten "ja weiter Content liefern, also wieder Theater machen im Sommer", witzelte Wolff.

Berichte, Hamilton habe in den Verhandlungen eigene Rechte bei der Vermarktung, finanzielle Anteile am Mercedes-Team sowie ein Veto-Recht in puncto Teamkollegen gefordert, wischte Wolff vom Tisch. "Darüber haben wir nicht ein einziges Mal gesprochen." Vielmehr sei man sich schon Anfang des Jahres über das Meiste einig gewesen, Hamilton habe letztlich vergangene Woche unterschrieben.

Ein Jahr Formel 1 und "längerfristiges Projekt"

Wolff ging auch auf das "längerfristige" Stiftungs-Projekt ein, mit dem Mercedes und Hamilton "den nächsten Schritt in unserem gemeinsamen Engagement für mehr Vielfalt und Inklusion in unserem Sport" gehen wollen.

"In der Stiftung sitzen neben Lewis auch Vertreter des Teams oder von Mercedes. Wir werden sie mit einem substanziellen Millionenbetrag unterstützen und uns dann Projekte aussuchen, mit denen wir die größte Wirkung erzielen können", sagte der 49-Jährige. "Die Hälfte kommt von Lewis, die andere von Mercedes."

Hamilton und Mercedes - eine einzigartige Erfolgsstory

Hamilton selbst ließ mitteilen, er freue sich darauf, "in meine neunte Saison zusammen mit meinen Mercedes-Teammitgliedern zu starten. Gemeinsam haben wir mit unserem Team Unglaubliches erreicht." Er wolle auf die "Erfolge weiter aufbauen" und sich gemeinsam mit dem Team "auf und abseits der Rennstrecke stetig weiter verbessern".

Abseits der Rennstrecke kämpft Hamilton seit längerem gegen Rassismus, setzt sich für Vielfalt und Inklusion ein. Diesem Einsatz trägt Mercedes durch die Stiftungsgründung jetzt auch vertraglich Rechnung. Schon im Vorjahr hatte der Rennstall seine Autos als Zeichen der Solidarität mit der Black-Lives-Matter-Bewegung schwarz lackiert.

Sir Lewis Hamilton, Anfang des Jahres in den Ritterstand erhoben, hatte 2013 bei Mercedes die Nachfolge von Michael Schumacher angetreten und die bislang dominanteste Ära in der Formel-1-Geschichte begründet. Sechs seiner sieben WM-Titel feierte Hamilton im Silberpfeil, damit ist er gemeinsam mit Schumacher Formel-1-Rekordchampion. Auch bei seinem Titelgewinn im McLaren 2008 hatte Hamilton ein Mercedes-Triebwerk im Heck.

Seit Mercedes die Königsklasse dominiert, musste sich Hamilton im WM-Kampf nur 2016 seinem damaligen Teamkollegen Nico Rosberg geschlagen geben. Dessen Nachfolger Valtteri Bottas geht 2021 bei Mercedes in seine fünfte Saison.

rtl.de/sid

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