Formel-1-Weltmeister soll hohe Forderungen an Mercedes stellen

Scheitert Hamiltons neuer Vertrag an „Ideen abseits der Strecke“?

Lewis Hamilton ist zurzeit ohne Vertrag
© dpa, Britta Pedersen, bsc

13. Januar 2021 - 15:49 Uhr

Hamiltons „Ideen abseits der Strecke“ das Problem?

Auch Mitte Januar wartet die Formel-1-Welt weiter auf Nachrichten zum neuen Vertrag von Weltmeister Lewis Hamilton: Seit dem 1. Januar 2021 hat der Brite kein Arbeitspapier bei Mercedes mehr – ein Deal zieht sich seit Monaten hin. Neustes Kapitel: Die "Sport Bild" will wissen, dass Hamiltons "Ideen abseits der Strecke" der Hauptgrund für die zähen Verhandlungen sein sollen.

Hamiltons neuer Vertrag: Gerüchteküche brodelt seit Monaten

Wann einigen sich Lewis Hamilton und Mercedes auf einen neuen Vertrag? Eigentlich schien bislang klar, dass der Weltmeister und das Weltmeister-Team gemeinsam in die nächste Formel-1-Saison gehen wollen. Ein neuer Vertrag lässt aber auf sich warten, die Gerüchteküche brodelt seit Monaten.

Die Gründe, die dafür in den Medien genannt werden: So bunt und vielseitig wie Hamiltons Kleidungsstil. Die finanziellen Forderungen von rund 40 Millionen Euro des 36-Jährigen sind genauso Thema wie Diskussionen um eine mögliche Zusammenarbeit mit Youngster George Russell, der bereits als zukünftiger Mercedes-Pilot und Hamilton-Nachfolger gehandelt wird.

Zuletzt ließen Aussagen von Teamchef Toto Wolff aufhorchen: Er rechne mit "Überraschungen" in den Verhandlungen mit Hamilton. "Ich glaube, wir müssen uns darauf einstellen, dass er noch ein paar Überraschungen im Ärmel hat", hatte der Österreicher im Interview mit "Autosport" gesagt. "Aber zur gleichen Zeit reden wir auch viel und sind sehr transparent miteinander. Ich glaube, dass wir zusammen immer noch einiges erreichen können."

Hamilton soll auf Mega-Gehalt und gesellschaftliches Engagement bestehen

11.10.2020, Nürburg: Motorsport: Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix der Eifel auf dem Nürburgring: Lewis Hamilton aus Großbritannien vom Team Mercedes AMG Petronas trägt vor dem Rennen einen Mund-Nasen-Schutz mit der Aufschrift "Black Lives Matte
"Black Lives Matter": Lewis Hamilton macht immer wieder auf die Bewegung gegen Rassismus aufmerksam.
© dpa, Bryn Lennon, MS alf

Neben Hamiltons hohen Gehaltsforderungen trotz der herausfordernden Corona-Pandemie nennt die "Sport Bild" einen anderen Grund, der vor allem für die langen Gespräche verantwortlich sein soll: Hamiltons politisches und gesellschaftliches Engagement abseits der Strecke.

Der 36-Jährige macht sich seit Jahren für Nachhaltigkeit sowie gegen Diskriminierung und Rassismus stark - und fordert das auch von Mercedes und dem gesamten Daimler-Konzern. Dass Hamilton so viel Einfluss bekommt, kann Teamchef Toto Wolff dem Formel-1-Piloten aber nicht versprechen – weshalb die Vertragsunterschrift des Weltmeisters wohl derzeit noch auf sich warten lässt.

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