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Formel 1: Lewis Hamilton gewinnt das 1. Freie Training zum USA-GP

Formel 1: Lewis Hamilton gewinnt das 1. Freie Training zum USA-GP

Lewis Hamilton bei der Formel-1 in den USA
Lewis Hamilton hat beim ersten Schlagabtausch den Hut auf
dpa, David Ebener

Lewis Hamilton hat im 1. Freien Training zum USA-Grand-Prix in Austin klar gemacht, dass er Silberpfeil-Rivale Nico Rosberg den Formel-1-Titel keinesfalls kampflos überlassen wird. Der Weltmeister umkurvte den Circuit of the Americas in Texas zum Auftakt in 1:37,428 Minuten mehr als drei Zehntelsekunden flotter als WM-Spitzenreiter Rosberg.

Hinter den dominierenden Mercedes reihte sich Red-Bull-Pilot Max Verstappen (+1,951 Sekunden) ein, der seine schnellste Runde allerdings auf dem härteren und damit langsameren Medium-Reifen fuhr. Für Sebastian Vettel reichte es im Ferrari lediglich zu Rang 8 (+2,560), womit der viermalige F1-Champion sechs Zehntel langsamer war als Scuderia-Kollege Kimi Räikkönen (4./+1,979). Von seinem Wechsel zu Renault in der kommenden Saison offenbar beflügelt, raste Nico Hülkenberg im Force India auf einen starken 5. Platz (+2,284).

Pascal Wehrlein war in Session 1 zum Zuschauen verdammt. Für ihn durfte Jordan King im Manor ran. Der Engländer wusste zu überzeugen und ließ als 20. Manor-Stammfahrer Esteban Ocon (22.) deutlich hinter sich.

Vettel-Pace gibt zu denken

Mit dem ersten Aufgalopp überhaupt nicht zufrieden sein dürfte Vettel. Der 29-Jährige lag in seinem roten Renner nicht zur meilenweit hinter der Spitze zurück, er spulte auch lediglich 15 Runden ab. Zum Vergleich: Rosberg fräste 27 Umläufe in den texanischen Asphalt. Vettel bot den Zuschauern unfreiwillig auch noch eine kuriose Einlage: Der Ferrari-Pilot rumpelte zu weit über den Randstein, wobei sich ein Stück vom Seitenkasten löste. Das aufgeschleuderte Teil zerdepperte den rechten Rückspiegel. Mit rechts lenkend, mit der Linken den losen Spiegel festhaltend, tuckerte Vettel zurück in die Box.

Schwerer als der Mini-Schaden wiegt für die Roten aber der Rückstand auf Mercedes. Und: Obwohl Ferrari in der Auftakt-Session mit Soft den schnelleren Reifen aufgezogen hatte als Red Bull, war der direkte Konkurrent um den Vizetitel bei den Konstrukteuren schneller unterwegs. Verstappen ließ Räikkönen hinter sich, Daniel Ricciardo (7./+2,535) setzte sich auf den langsameren Mediums immerhin vor Vettel.