Trotz Rücknahme der Sotschi-Strafpunkte

Lewis Hamilton droht Rennsperre - Teamchef Toto Wolff besorgt

29. September 2020 - 10:47 Uhr

Hamilton muss bei Strafpunkten aufpassen

Dieser Russland-GP war für Lewis Hamilton zum Vergessen: Ärger um Startübungen, Zeitstrafe und am Ende "nur" ein dritter Rang. Immerhin, die zunächst verhängte Strafe von zwei Punkten auf Hamiltons Superlizenz nahmen die Rennkommissare wieder zurück – doch der Brite muss aufpassen, sonst droht womöglich eine Rennsperre. Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist beunruhigt.

Acht Punkte auf Hamiltons Superlizenz

Viel darf sich Weltmeister Lewis Hamilton nicht mehr zu Schulden kommen lassen, denn mit acht Punkten ist seine Formel-1-Superlizenz bereits belastet. Und auch für den Mercedes-Star gilt: Wer innerhalb von zwölf Monaten die zwölf Punkte erreicht, der wird für ein Rennen gesperrt. Weil erst am 17. November zwei seiner Strafpunkte verfallen, muss der Brite aufpassen – sonst könnte sich jeder weitere Punkt rächen.

Mercedes-Boss Toto Wolff weiß um die brisante Situation. Schon vor der Rücknahme der zwei Sotschi-Punkte zeigte sich der 48-Jährige beunruhigt: "Wir wissen, dass wir ganz knapp dran sind an einer Rennsperre." Die Konkurrenz amüsiert sich derweil über die Probleme beim Weltmeister-Team. "Ich weiß gar nicht, wer die Ersatzfahrer bei Mercedes sind, aber ich würde denken, dass man sie ins Fitnessstudio schickt, nur für den Fall der Fälle", witzelte Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Hamilton: Darf Rennkommissaren keinen Grund mehr liefern

So weit will Wolff es gar nicht erst kommen lassen. "Es geht jetzt einfach darum, die Saison zu Ende zu bringen, ohne die zusätzlichen Punkte zu erhalten. Oder zumindest in der Position zu sein, dass der Fahrertitel eingetütet ist, bevor etwas dergleichen wieder passiert." 

Sünder Hamilton gelobt zumindest Besserung. "Ich muss halt sicherstellen, künftig eine weiße Weste zu wahren. Ich muss sicherstellen, dass ich keinen keinen Grund liefere, nicht mal eine Andeutung, dass die Rennkommissare aktiv werden."