Formel 1: Lewis Hamilton beherrscht 2. Training in Monza - Sebastian Vettel kommt Mercedes näher

Mercedes hat auch im 2. Freien Training zum Großen Preis von Italien gezeigt, wer in Monza die Hosen anhat – aber: Ferrari ist näher an die Silbernen herangerückt.

MONZA, ITALY - SEPTEMBER 02: Lewis Hamilton of Great Britain driving the (44) Mercedes AMG Petronas F1 Team Mercedes F1 WO7 Mercedes PU106C Hybrid turbo on track during practice for the Formula One Grand Prix of Italy at Autodromo di Monza on Septemb
Lewis Hamilton war im 2. Training in Monza der Schnellste
wt, Getty Images, Bongarts

Sebastian Vettel, der den Mercedes in der Auftakt-Session noch hoffnungslos hinterhergefahren war, kam als Dritter immerhin bis auf vier Zehntel an den Formel-1-Primus heran. An der Spitze drehte Lewis Hamilton den Spieß im Vergleich zum 1. Training um und verwies Nico Rosberg auf Rang 2. Der Weltmeister bretterte in 1:22,801 Minuten um den Königlichen Park zu Monza und nahm seinem Teamrivalen zwei Zehntel ab.

Nico Hülkenberg, der im 1. Training sein Cockpit noch an Ersatzfahrer Alfonso Celis hatte abtreten müssen, belegte im Force India den 12. Platz. Manor-Rookie Pascal Wehrlein landete auf einem starken 16. Rang und entschied das Team-Duell der Mercedes-Youngster mit Esteban Ocon dieses Mal für sich.

Ferrari deutlich vor Red Bull

Um Mercedes beim Heimspiel vor den emotionalen Tifosi tatsächlich ernsthaft Paroli bieten zu können, muss Ferrari trotz der straken Trainingsleistung noch ein paar Köcher mit ziemlich vielen Pfeilen finden. Denn Hamilton und Rosberg waren nicht nur auf eine schnelle Runde gesehen unantastbar. Auch bei den Longruns mit schweren Tanks führten die Silberpfeile die Zeitenliste mit großem Vorsprung an.

Immerhin: Das Team aus Maranello, zuletzt oft im Schatten von Red Bull, scheint in Italien klar die zweite Kraft zu sein. Kimi Räikkönen, der den zweiten Ferrari auf Platz 4 steuerte (+0,626 Sekunden), lag deutlich vor Max Verstappen (5./+0,931) im schnellsten 'Bullen'. Die Pärchenbildung an der Spitze komplettierte Daniel Ricciardo als Sechster (+1,202).

Hinter den Top-Teams ließ Fernando Alonso im McLaren aufhorchen: Mit Rang 7 des spanischen Altmeisters hatten ob der Schwächen des Honda-Motors wohl die wenigsten gerechnet. Dahinter platzierte sich Valtteri Bottas, der wie schon im 1. Training das Potenzial des Williams auf der Hochgeschwindigkeitspiste im Norden Italiens andeutete. Vor allem bei den Volltank-Tests präsentierte sich das Traditionsteam bärenstark, war zeitweise gar in einer Liga mit Ferrari und Red Bull unterwegs.