Marko wittert taktische Spielchen der Konkurrenz

Keine Entscheidung über Motor-Freeze: Red Bull hängt weiter in der Luft

Helmut Marko wittert beim Thema Motor-Freeze taktische Spielchen der Konkurrenz
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27. Januar 2021 - 18:16 Uhr

Einfrieren der Motoren liegt erstmal auf Eis

Red Bull hängt beim Thema Motoren weiter in der Luft. Anders als von Red Bull erwartet gab es am Montag keine Entscheidung, das derzeitige Motoren-Reglement schon ab 2022 einzufrieren. Red-Bull-Berater Helmut Marko wittert eine Verzögerungs-Taktik der Konkurrenz. Nach RTL/ntv-Informationen soll eine Entscheidung aber noch im Januar fallen. Die Entscheidungshoheit liegt in der Motorendiskussion bei der FIA und den Formel-1-Bossen von Liberty Media – die Wünsche und Anträge der Teams sind dem untergeordnet.

"Einvernehmen am Montag nicht mehr vorhanden"

Eigentlich hätten die zehn Formel-1-Teams am Montag darüber abstimmen sollen, ob die Entwicklung der V6-Hybrid-Motoren ab 2022 eingefroren wird – so, wie Red Bull es wünscht. Dazu kam es bei der Teamsitzung aber nicht.

"Das Einvernehmen, das es am Freitag noch gab, war am Montag nicht mehr vorhanden", sagte Red-Bull-Berater Helmut Marko dem "Motorsport-Magazin". Ende vergangener Woche war der Österreicher im RTL/ntv-Interview noch fest davon ausgegangen, "dass die Abstimmung positiv für uns ausgeht". Die Teams seien sich grundsätzlich einig, die Entwicklung der Motoren schon ab 2022 einzufrieren (und damit ein Jahr früher als ohnehin geplant). Gegenüber RTL und ntv zeigte sich Marko trotz der ersten Schlappe aber weiterhin positiv: "Wir bleiben optimistisch", so der Motorsportberater.

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Entscheidung über Motor-Freeze noch Ende Januar

Wann die Teams erneut über den Motor-Freeze abstimmen, ist offen. Laut RTL/ntv-Informationen soll eine Entscheidung noch im Januar fallen.

Marko fürchtet, dass die Konkurrenz versucht, Red Bull hinzuhalten. "Das ist kein falscher Gedanke", sagte der Österreicher im "Motorsport-Magazin". Denn: Während die anderen Teams Gewissheit haben, ob sie kommendes Jahr ein Mercedes-, Ferrari- oder Renault-Triebwerk im Heck haben, muss Red Bull langsam, aber sicher wissen, wohin die Reise geht.

Aus Red-Bull-Sicht ist der Motor-Freeze ab 2022 zwingend nötig, damit das Team nach dem Rückzug von Motorenpartner Honda Ende 2021 dessen Motoren in Eigenregie warten und einsetzen kann.

Kommt es nicht zum vorzeitigen Einfrieren, käme für Red Bull eigentlich nur eine Zusammenarbeit mit Renault infrage. Allerdings stellte Marko im Interview mit RTL/ntv klar, dass dies für Red Bull keine Option sei. Mit anderen Worten: Am Motor-Freeze hängt Red Bulls Formel-1-Zukunft.

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Ferrari will Klarheit für 2025

Neben den taktischen Spielchen der Hersteller lässt vor allem Ferrari die Muskeln spielen. Maranello knüpft ein "si" zum Freeze laut Medienberichten daran, dass die neuen, günstigeren und weniger umweltschädlichen Motoren, die ab 2026 gefahren werden sollen, schon 2025 die Regel sind.

Würde das neue Regelwerk um ein Jahr vorgezogen, würde auch der Entwicklungsstopp der derzeitigen Motoren ein Jahr früher greifen – 2022 wie von Red Bull gefordert. Aber wie gesagt: Ferrari hat es (noch) nicht eilig – und will langfristig Klarheit haben.