Formel 1: Kann Red Bull überhaupt noch im WM-Kampf mitmischen? Das sagt Berater Helmut Marko

epa05401503 Red Bull Racing Motorsport Consultant Dr. Helmut Marko, during the practice session at the 2016 Formula One Grand Prix of Austria in Spielberg, Austria, 01 July 2016. The 2016 Formula One Grand Prix of Austria will take place on 03 July 2
Helmut Marko fürchtet, die WM schon abhaken zu müssen.
dpa, Johann Groder

Bei Red Bull läuft es bislang noch nicht rund. Das Team fährt, an seinen Ansprüchen gemessen, meilenweit hinter Ferrari und Mercedes her. Helmut Marko glaubt daher, die WM schon abhaken zu müssen - macht aber auch Hoffnung.

"Wir haben Probleme, Renault hat Probleme"

Einen Podestplatz konnte Red Bull in dieser Saison bislang erobern: Max Verstappen fuhr in China auf Rang 3. Das RB-Team ist mit klarem Abstand nur die dritte Kraft in der Formel 1, musste sogar schon drei Ausfälle verkraften. Muss Red Bull also schon die WM nach dem 4. Rennen abhaken? "Ich fürchte ja", sagt Dr. Helmut Marko bei Motorsport-Magazin.com.

"Wir haben unsere Probleme, Renault hat seine Probleme", so Marko weiter, der eine Teilschuld auch bei dem französischen Motorenhersteller sieht. "Sie haben ihre Probleme. Das ist der Fall und ich hoffe, dass sie vor allem einmal die Zuverlässigkeitsprobleme lösen", fordert der Österreicher. "Das müssen sie zuerst machen, dann können sie auf Leistung gehen."

Marko: "Es ist ein neuer Motor und es ist eben Pech"

"Es ist ein neuer Motor und es ist eben Pech. Vergangenes Jahr war das Triebwerk PS-mäßig nicht vorne, aber es war das standfesteste. Wir hatten kein einziges Motorproblem", lobt Marko den alten Motor von Renault. Genau das erwartet er auch dieses Jahr wieder.

Auch wenn es wohl auch in diesem Jahr nichts wird mit dem WM-Titel - die Flinte ins Korn werfen, will Marko dann doch nicht so ganz. "Wir kämpfen solange es geht. Aufgeben tun wir noch nicht. Schauen wir erstmal, was in Barcelona der Fall ist", macht der RB-Berater allen Red-Bull-Fans Hoffnung auf das Update für den Europa-Auftakt. Die Änderungen seien "relativ massiver Natur", verspricht er.