Untersuchung abgeschlossen

So erklärt Pirelli das Reifen-Desaster von Silverstone

05. August 2020 - 10:56 Uhr

Formel 1: Pirelli erklärt sich

Nach einer Serie von ähnlichen Reifenschäden beim Formel-1-Rennen in Silverstone hat Exklusivhersteller Pirelli seine Untersuchung abgeschlossen. Als Hauptgrund führten die Italiener "eine Reihe von individuellen Rennumständen an, die zu einem extrem langen Gebrauch des zweiten Reifensatzes führten." Mehreren Formel-1-Piloten waren beim Großbritannien GP Reifen geplatzt – darunter auch Sieger Lewis Hamilton, der sich in einem irren Finish mit drei Reifen ins Ziel rettete.

Video: RTL-Reporter Felix Görner zu Reifen-Platzern

Pirelli: "Herausforderndste Bedingungen für die Reifen"

Wie Pirelli am Dienstag mitteilte, hätten "im Großen und Ganzen" auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in England "die herausforderndsten Arbeitsbedingungen für die Reifen" geherrscht.

Viele Fahrer hatten nach dem Crash von Alpha-Tauri-Mann Daniil Kvyat in der 13. Runde und einer folgenden zweiten Safety-Car-Phase ihre Boxenstopps vorgezogen. Danach waren die Piloten länger mit der harten Gummimischung gefahren als eigentlich von Pirelli empfohlen. Eine besonders hohe Abnutzung sei der Fall gewesen. Insgesamt wurden 52 Umläufe absolviert.

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Video Die irre letzte Runde von Lewis Hamilton

Reifenpannen bei Mercedes: Lange Laufdauer = maximaler Stress

In der Schlussphase des Großen Preises von Großbritannien am Sonntag hatten Lewis Hamilton und sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas sowie McLaren-Pilot Carlos Sainz jeweils an ihren linken Vorderrädern Plattfüße. Angesichts der langen Laufdauer seien die betreffenden Reifen unter "maximalen Stress" gesetzt worden, schrieb Pirelli.

Während sich Hamilton nach einem Reifenplatzer auf der letzten Runde noch als Sieger ins Ziel schleppte, fielen Bottas und Sainz in aussichtsreichen Positionen aus den Punkten. Bottas und Sainz mussten kurz vor Schluss noch mal neue Reifen aufziehen lassen.

Für das zweite England-Rennen an diesem Wochenende stellt Pirelli weichere Reifenmischungen zur Verfügung. Unter anderem soll der minimale Reifendruck erhöht werden, um die Beanspruchung der Konstruktion zu verringern.

RTL.de/dpa