Qualifying in Silverstone

Nico Hülkenberg rast beim Jubiläums-GP auf Startplatz 3

08. August 2020 - 17:52 Uhr

Hüllkenberg auf "Pole Position" hinter Mercedes

Der "Hulk" lässt bei seinem zweiten Silverstone-Einsatz für Racing Point weiter mächtig die Muskeln spielen. Im Qualifying zum "Jubiläums-GP 70 Jahre F1" (Sonntag, ab 14 Uhr live bei RTL und auf TVNOW) raste der 32-Jährige senstationell auf Rang 3 und sicherte sich damit die "Pole Position" hinter den erneut übermächtigen Mercedes "Schwarzpfeilen". In deren Reihen war dennoch einer nicht ganz zufrieden.

Bottas klaut Hamilton die Jubiläums-Pole

Nämlich Lewis Hamilton – der Lokalmatador musste die Pole Position beim Jubiläums-GP seinem Teamkollegen Valtteri Bottas überlassen. Der Finne entschied das Mercedes-Teamduell um 63 Tausendstelsekunden für sich. "Das war von mir nicht die perfekte letzte Runde", gab Hamilton anschließend zu und zeigte sich dennoch als fairer Verlierer: "Valtteri hat einen super Job gemacht."

Frech gratulierte der WM-Spitzenreiter auch Hülkenberg für dessen heißen Ritt im hochsommerlich Silverstone: "Nicht schlecht für einen Rentner." Der "Hulk" selbst zeigte sich verblüfft: "Ich bin ein bisschen überrascht, habe aber ein großes Lächeln im Gesicht", freute sich der Vertretungsfahrer von Sergio Perez. Der mit dem Coronavirus infizierte Mexikaner muss weiter auf seine Rückkehr in die Königsklasse warten.

Dem zweiten Racing-Point-Stammpiloten, Lance Stroll, verpasste Hülkenberg eine Klatsche: Mehr als 3 Zehntel nahm er dem Kanadier ab, der sich aber immerhin noch Startplatz 6 sicherte.

Vettels Frustwochen gehen weiter

Sebastian Vettel dagegen erlebte den nächsten Frustmoment in seiner Ferrari-Abschiedssaison. Wie vor Wochenfrist war für den 33-Jährigen nach Q2 Feierabend. Als Zwölfter verpasste der Ferrari-Pilot das Qualifying-Finale um knapp 0,2 Sekunden, drei Zehntel fehlten ihm auf Teamkollege Charles Leclerc, der Q2 als Achter beendete – weiter nach vorne ging es dann auch in Q3 nicht für den Monegassen. Vettel rückt durch einen nachträgliche Strafe gegen Renault-Pilot Estaban Ocon in der Startaufstellung immerhin noch auf Platz 11 vor.

Nach dem Motorschaden an Vettels SF1000 in der Schlussphase des Freitagstrainings tauschte Ferrari auch am Boliden von Leclerc als Vorsichtsmaßnahme die komplette Power Unit aus. Eine Verbesserung war allerdings nicht festzustellen.

"Das war alles, was drin war im Auto. Ich habe es versucht. Danke", funkte Vettel recht emotionslos an seine Box. Dabei musste er sogar noch froh sein – denn fast wäre der Arbeitstags des viermaligen Champion schon nach der ersten K.o-Runde zu Ende gewesen. Nur knapp zwei Zehntelsekunden trennten Vettel vor einem noch früheren Aus.

Hülkenberg darf von erstem Podiums-Platz träumen

Hülkenberg konnte sich derweil vor Gratulanten kaum retten. Red-Bull-Star Max Verstappen und sein früherer Renault-Teamkollege Daniel Riccardo, stürmten regelrecht zum Racing Point mit der Startnummer 27 – nachdem Hülkenberg sie auf die Plätze 4 und 5 verwiesen hatte.

Der Formel-1-Rückkehrer hat nun am Sonntag im Rennen die große Chance, sich im 178. Grand Prix seiner Karriere endlich den Traum vom ersten Podium zu erfüllen. "Es wird ein bisschen schmerzen, dass ich keine Rennerfahrungen mit dem Auto habe", meinte Hülkenberg.