Mercedes auch im 3. Training wieder einsam vorne

Quali-Generalprobe: Der "Hulk" wütet im Racing Point weiter

Formel 1 Jubiläums-Grand-Prix
© dpa, Andrew Boyers, VM DMV esz

08. August 2020 - 13:31 Uhr

Hülkenberg schneller als Stroll

Nico Hülkenberg macht bei seinem zweiten Silverstone-Einsatz für Racing Point weiter auf "Hulk". Beim 3. Freien Training zum "Jubiläums-GP 70 Jahre F1" (Samstag und Sonntag, ab 14 Uhr live bei RTL und auf TVNOW) raste der 32-Jährige auf Rang 4, war schneller als Racing-Point-Stammfahrer Lance Stroll (Platz 5). Für Sebastian Vettel lief mal wieder nix zusammen: Der scheidende Ferrari-Pilot belegte nur Rang 13. An der Spitze ist die Dominanz von Mercedes derweil so erdrückend wie die Hitze dieser Tage.

Leclerc deutlich vor Vettel

Lokalmatador Lewis Hamilton setzte bei der Qualifying-Generalrobe die Bestzeit: In 1:26,621 Minuten war der Weltmeister 0,163 Sekunden flotter als Mercedes-Kollege Valtteri Bottas.

Eine blitzblanke Runde erwischte Lando Norris im McLaren: Der Brite schoss auf Platz 3 (+0,581) – hatte dabei im Gegensatz zu den softbereiften Schwarzpfeilen sogar die härteren Medium-Walzen drauf.

Hinter den Racing Points schaffte es Ferrari-Prinz Charles Leclerc auf 6 (+0,707). Der Mongeasse war einmal mehr deutlich schneller als Garagen-Nachbar Vettel – eine halbe Sekunde trennte die roten Rivalen. Immerhin aus Vettel-Sicht: Im Gegensatz zu den meisten Silverstone-Trainings kam der viermalige Champion dieses Mal ohne Defekt durch.

Am Freitag hatte ein Motorschaden Vettel mal wieder das Leben schwer gemacht. Das kaputte Aggregat wurde zur Analyse ins Ferrari-Werk nach Maranello gebracht. Vor der 3. Session wechselte die Scuderia sicherheitshalber auch bei Leclerc alle relevanten Teile am Motor.

Verstappen flucht über Stroll

Für Max Verstappen lief die Quali-Probe nicht nach Wunsch – nur Platz 7 (+0,834). Allerdings funkte Stroll dem Red-Bull-Piloten bei dessen schnellster Runde dazwischen, was Verstappen mit einer Fluch-Tirade am Funk quittierte.

Der Holländer wäre ohne die Strollerei sicher drei bis fünf Zehntel schneller gewesen. Indiz: Verstappen lag nur 19 Tausendstel vor Stallkollege Alex Albon.

Einen kleinen Dämpfer musste Renault-Pilot Daniel Ricciardo hinnehmen: Der Australier – gestern sensationell Dritter – landete noch hinter Vettel auf Position 14.