Formel 1 in Imola: Vettel wieder abgeschlagen

Verstappen schlägt zurück - Schumacher mit starker Quali-Generalprobe

Max Verstappen fand die schnellste Linie im 3. Freien Training
Max Verstappen fand die schnellste Linie im 3. Freien Training
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17. April 2021 - 13:09 Uhr

Verstappen mit Bestzeit im 3. Training

Max Verstappen hat in der Qualifying-Generalprobe zum Großen Preis der Emilia Romagna in Imola (Sonntag, 13.30 Uhr live bei RTL) zurückgeschlagen. Nach verkorkstem Freitag (kaputte Antriebswelle) raste der Red-Bull-Pilot im 3. Freien Training zur Bestzeit. Bei Aston Martin und Sebastian Vettel ging erneut nicht viel, Formel-1-Rookie Mick Schumacher überzeugte.

Schumacher macht Mazepin nass

Verstappen umrundete das Autodromo Enzo e Dino Ferrari in 1:14,958 Minuten am Schnellsten, McLaren-Pilot Lando Norris belegte überraschend Rang 2 (+0,456 Sekunden). Weltmeister Lewis Hamilton wurde im Mercedes Dritter (+0,557). Freitags-Sieger Valtteri Bottas kam nicht über Platz 8 (+0,950) hinaus.

Vettel und Aston Martin waren wieder weit weg von der Musik. Der viermalige Weltmeister landete nur auf Rang 14. Bitter für Vettel: Teamkollege Lance Stroll war als Zwölfter zum wiederholten Male schneller, wenngleich nur rund anderthalb Zehntel.

Eine starke Session lieferte Mick Schumacher ab: Der Rookie raste im unterlegenen Haas auf Rang 16 (+1,490) und brummte seinem Stallrivalen Nikita Mazepin (Letzter) eine fette Sekunde aufs russische Haupt.

Das Ergebnis des 3. Trainings

Latifi versenkt Williams im Kiesbett

Einen (kleinen) Aufreger lieferte Williams-Pilot Nicholas Latifi. Der Kanadier rauschte nach rund 25 Minuten mit seinem Williams durchs Kiesbett, titschte an die Bande und stand zunächst still. Die Rennleitung schwenkte Rote Flaggen, Latifi konnte sich mit zerdeppertem Frontflügel aber zurück in die Garage retten und die Session mit frischer Front fortsetzen.

Ferrari zuhause in Form - Track Limits nerven

Das 3. Training war geprägt von zahlreichen Verletzungen der Track Limits. Vor allem in Kurve 9 rauschten die Fahrer wieder und wieder über die eng gesetzte Streckenbegrenzung, Rundenzeit um Rundenzeit wurde von den Kommissaren gestrichen. Für Zuschauer und Fahrer ein Graus – man kann nur hoffen, dass die Rennleitung hier eine andere Lösung findet.

Ferrari präsentierte sich beim Heimspiel wie schon am Freitag in Form. Die Plätze 5 und 7 von Charles Leclerc und Carlos Sainz lassen die Tifosi fürs Qualifying hoffen. Im engen Mittelfeld-Kampf machte neben der Scuderia auch McLaren und vor allem AlphaTauri einen starken Eindruck.

Speziell auf dem Medium-Reifen sah Pierre Gasly sehr schnell aus – möglich, dass das Red-Bull-Juniorteam den Versuch wagt, sich in Q2 mit dem mittelharten Schlappen fürs Rennen zu qualifizieren. Mercedes und die Senior-Bullen dürften dies in jedem Fall eingeplant haben.

Tsunoda flucht wieder

Apropos AlphaTauri. Deren Rookie Yuki Tsundoa unterhielt die Zuschauer mal wieder bestens. Dem jungen Japaner ging der Verkehr auf der Strecke gehörig auf den Zeiger. Wie ein Rohrspatz schimpfte der 1,59-Meter-Knirps im Team-Radio. Die internationale Regie kam aus dem Piepen gar nicht mehr heraus.

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