Wetter als Trumpf gegen Mercedes

Sebastian Vettel hofft auf Hitze-Schlacht in Hockenheim

German Grand Prix
© REUTERS, KAI PFAFFENBACH, tj

26. Juli 2019 - 10:57 Uhr

Hitze spielt Ferrari in die Karten

Während Deutschland unter immer neuen Hitze-Rekorden schwitzt und ächzt und auf Abkühlung hofft, schickt einer Stoßgebete gen Himmel, dass die Hitzeperiode andauern möge: Sebastian Vettel. Heiße Temperaturen, heißer Asphalt, die wohl einzige Hoffnung von Ferrari beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim.

Ab 32 Grad gibt's Probleme

"Wir sind nicht die Favoriten, aber wir haben eine Chance", sagt Vettel. Der mächtigste Verbündete im Kampf gegen die meist übermächtigen Mercedes könnte dabei die Rekordhitze sein. Denn das Weltmeisterteam um Lewis Hamilton führt das WM-Klassement zwar deutlich an, immer wenn es richtig heiß wurde, hatte Mercedes aber Probleme mit der Kühlung. Und es gibt so etwas wie eine magische Grenze. Die "Lösung" für Hockenheim, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff zuletzt etwas flapsig, sei "zu hoffen, dass es keine 32 Grad haben wird."

Die Arbeit an einer Lösung gestaltet sich schwierig, denn die Grenzen, an die der W10 in Sachen Kühlung stößt, sind im Design des Boliden bedingt. "Da kann man nicht so viel machen", sagt Hamilton: "Wir kommen der Sache näher, aber es sind ganz kleine Schritte. Wenn es am Wochenende heiß bleibt, dann haben wir ein Problem.

Sonntag drohen Gewitter

Man müsse "wachsam" sein, betonte Wolff, der auf den Großen Preis von Österreich vor einem Monat verweist. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad musste Mercedes dort den Motor herunterdrehen und konnte nicht um den Sieg kämpfen.

In Hockenheim wird der Freitag noch einmal extrem heiß, auch das Qualifying am Samstag könnte noch bei hohen Temperaturen stattfinden. Spätestens für den Rennsonntag ist vorerst allerdings Abkühlung vorausgesagt - in Verbindung mit Gewittern allerdings, und auch diese könnten die üblichen Kräfteverhältnisse ja durcheinanderwirbeln.

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