Nach Debakel in Budapest

Vettel streicht Sommerpause bei Ferrari

Hungarian Grand Prix
© REUTERS, LISI NIESNER, LA

05. August 2019 - 8:59 Uhr

Vettel-Frust in Budapest hat Konsequenzen

Dicke Luft bei der Scuderia: Sebastian Vettel hat nach Platz drei beim Grand Prix von Ungarn und riesigem Rückstand auf Mercedes und Red Bull die Sommerpause bei Ferrari für gestrichen erklärt.

Ferrari wird beinahe überrundet

So weit lag die Scuderia selbst in dieser durchwachsenen Formel-1-Saison noch nie hinter gleich zwei Konkurrenten zurück. Über eine halbe Sekunde verloren Sebastien Vettel und Charles Leclerc auf dem kurvenreichen Hungaoring nicht nur auf Mercedes, sondern auch auf Red-Bull-Pilot Max Verstappen - pro Runde wohlgemerkt.

Unter dem Strich hätte das Ferrari-Duo beinahe die Höchststrafe einer Überrundung hinnehmen müssen, Vettel kam als Dritter 1:01 Minuten hinter Rennsieger Hamilton ins Ziel, Leclerc auf Rang vier noch vier weitere Sekunden später.

Rennanalyse: Ferrari wie erwartet langsam

Podiumsplatz reicht Sebastian Vettel nicht

"Wir haben heute eins auf die Mütze bekommen", sagte Vettel: "Die Pace war nicht gut genug. Ich freue mich zwar, dass ich noch aufs Podium gekommen, aber wir liegen weit hinter Mercedes und Red Bull. Uns fehlt die Pace auf Strecken wie hier. Das war uns vorher schon klar, aber natürlich ist es dann doch bitter, wenn im Rennen dann so viel fehlt."

Im Video: Die Highlights vom Großen Preis von Ungarn

Vettel wütet: "Niemand wird sich richtig entspannen können"

Ausgerechnet jetzt folgt die Sommerpause. Bis zum nächsten Rennen in Spa sind es vier quälend lange Wochen, in den kommenden 14 Tagen herrscht laut Formel-1-Reglement striktes Arbeitsverbot für die Teams, aber Vettel wollte davon nichts wissen. "Es wird eine geschäftige Sommerpause für uns. Niemand wird sich wohl richtig entspannen können in den Wochen. Wir müssen sehr hart arbeiten, um aufzuholen", kündigte der viermalige Weltmeister an.

Vettel hofft, dass er bei den kommenden beiden Rennen in Spa, wo er 2018 sein bis heute letztes Rennen gewann, und Monza wieder wettbewerbsfähig ist. "Beide Strecken sollten uns besser liegen", sagte der 32-Jährige, betontet aber noch einmal: "In den kommenden Wochen wartet sehr viel Arbeit auf uns."