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Haas-Teamchef plädiert für Motor-Freeze

Klartext von Steiner: "Ohne Zuschauer sind wir gar nichts"

Günther Steiner will, dass die Formel 1 ihren Fans eine gute Show bietet
Günther Steiner will, dass die Formel 1 ihren Fans eine gute Show bietet
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06. Februar 2021 - 11:20 Uhr

Steiner: Motor-Freeze, sonst wird's "fad"

Am 11. Februar entscheiden die Formel-1-Teams, ob die Entwicklung der derzeitigen V6-Hybrid-Motoren ab 2022 eingefroren wird. Das wünscht sich vor allem Red Bull, um seine Honda-Triebwerke nach dem Ausstieg der Japaner Ende des Jahres in Eigenregie weiter nutzen zu können. Auf Haas können die "Bullen" bei der Abstimmung zählen. Teamchef Günther Steiner hält den Motor-Freeze für notwendig, um die Rennserie spannend zu halten und die Fans nicht zu vergraulen.

Gute Show für die Zuschauer das Wichtigste

"Ich bin für den Freeze, weil es die Wettbewerbsfähigkeit stört, wenn einer immer gewinnt", spielte Steiner im exklusiven RTL/ntv-Interview auf die seit Jahren anhaltende Mercedes-Dominanz an. Zwar hätten die Silberpfeile einen "super Job gemacht, das will ich gar nicht kritisieren", so der Südtiroler. "Aber wir müssen den Sport wettbewerbsfähig halten, denn wenn immer derselbe gewinnt, wird es mir fad. Fad, so hätte es Niki (Lauda, d. Red.) gesagt."

Das Wichtigste sei, "dass wir eine gute Show für die Zuschauer bieten", betonte Steiner: "Die Zuschauer sind das, was wir brauchen. Ohne Zuschauer sind wir gar nichts. Wir fahren ja nicht für uns, wir fahren für die Zuschauer, so ehrlich müssen wir sein. Da müssen wir erwachsen genug sein, um zu sagen: Vielleicht müssen wir einen Schritt zurück machen, um zwei nach vorne zu machen."

Video: Steiner warnt Schumacher und Mazepin

Red Bulls F1-Zukunft hängt am Freeze

Red Bull fordert schon seit Monaten, die Entwicklung der Motoren ab 2022 einzufrieren. Nur dann könne der Rennstall die Honda-Motoren selbst warten und einsetzen, sagte Teamberater Helmut Marko im Interview mit RTL/ntv.

Der Österreicher ist "optimistisch", dass bei der Abstimmung am 11. Februar mindestens sechs der zehn Teams (Red Bull, AlphaTauri, Ferrari, Haas, Alfa Romeo, Renault) für den Freeze stimmen. Mercedes könnte dies mit seinen Kunden McLaren, Williams und Aston Martin dann nicht blockieren.

Wolff: Freeze ja, aber ...

Szafnauer signalisiert Aston-Martin-Zustimmung

Allerdings hatte auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff signalisiert, "grundsätzlich" für den Freeze zu sein, um Red Bull in der Formel 1 zu halten. Ähnlich äußerte sich Aston-Martin-Teamchef Otmar Szafnauer im Gespräch mit RTL-Reporter Felix Görner.

"Wenn der Freeze nötig ist, um sicherzustellen, dass alle Teams einen Antriebstrang haben, ist es richtig, das zu tun", sagte der Amerikaner. Langfristig sei ein Einfrieren der Motor-Entwicklung aber gegen den Geist der Formel 1. "Die Formel 1 heißt Wettbewerb, beim Auto, beim Motor, beim Chassis, bei den Fahrern", so Szafnauer.

In der Formel 1 sollen mittelfristig günstigere und weniger umweltschädliche Motoren zum Einsatz kommen. Offen ist noch, ob ein entsprechend neues Reglement 2025 oder 2026 gilt. Die Zeit bis dahin könnte eisig überbrückt werden.

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