Tops und Flops des 1.000. Formel-1-Rennens

China-GP: Rookie Albon und Altmeister Räikkönen rocken - Renault schon wieder desaströs

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18. April 2019 - 15:50 Uhr

Verstappen und Räikkönen stark - Renault und Haas schwach

Shanghai-Triumphator Lewis Hamilton. Mercedes-Dominanz. Die umstrittene Stallorder bei Ferrari. Nach dem Großen Preis von China dreht sich mal wieder alles um die "Großen". Das 1.000. Rennen der Formel-1-Geschichte hatte aber noch mehr zu bieten. In unseren Tops und Flops des China-GP blenden wir Silber und Rot deshalb einfach mal aus.

TOP

Max Verstappen

Anders als im Vorjahr hat Max Verstappen in dieser Saison einen Top-Start in die Saison erwischt. In China schaffte es der Holländer, sich trotz des unterlegenen Red Bulls zwischen die Ferrari zu schieben. Als Vierter machte auch im dritten Rennen ordentlich Beute. Der Lohn: Platz 3 in der Fahrer-WM vor den Roten. Zwischenzeitlich konnte Verstappen sogar die Pace von Sebastian Vettel mitgehen, lieferte sich einen packenden Rad-an-Rad-Kampf mit dem Ferrari-Piloten. Dabei zeigte Verstappen vor allem, dass er gereift ist. Er hielt nicht bedingungslos rein, gab stattdessen nach und sicherte lieber die Punkte, statt einen Crash zu riskieren.

Alexander Albon

Im 3. Freien Training zahlte der Formel-1-Rookie noch Lehrgeld, rammelte seinen Toro Rosso spektakulär in die Wand. Wegen des Unfalls musste Albon aus der Boxengasse starten und lieferte in seinem dritten GP ein super Rennen ab. Der Lohn: Platz 10 und zum zweiten Mal nacheinander Punkte. Der 23-jährige Thai bestätigte die Loblieder, die Teamchef Franz Tost ("Der Junge lässt richtig fliegen") zuvor auf ihn gesungen hatte, eindrucksvoll.

Photo4 / LaPresse 11/04/2019 Shanghai, China Grand Prix Formula One China 2019 In the pic: Kimi Raikkonen (FIN) Alfa Romeo Racing C38 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xPhoto4/LaPressex
Kimi Räikkönen lieferte in China mal wieder ein tadelloses Rennen ab
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Kimi Räikkönen

Im Qualifying lief es für Kimi Räikkönen und Alfa Romeo nicht nach Wunsch – nur Platz 13. Am Sonntag spielte der Iceman dann aber seine ganze Erfahrung aus, verbesserte sich mit einer tadellosen Fahrt und einer guten Strategie auf Platz 9. Drittes Rennen, zum dritten Mal Punkte – so wird's gemacht, Kimi!

Sergio Perez

Ein ganz starker Auftritt von Sergio Perez. Schon im Qualifying kratzte der Mexikaner an den Top 10, im Rennen ließ er die stärker eingeschätzten Haas hinter sich und bescherte Racing Point vier wertvolle Punkte. Außerdem zeigte Perez, dass der Fahrer im Jahr 2019 sehr wohl noch einen Unterschied machen kann. Stallkollege Lance Stroll tuckerte unter ferner liefen.

FLOP

Renault

Nach dem peinlichen Doppel-Ausfall in Bahrain das nächste Desaster für die ambitionierten Franzosen. Zum zweiten Mal in Folge streikte Nico Hülkenbergs Renault, zum zweiten Mal in Folge gingen dem Deutschen sicher geglaubte Punkte flöten. Renault fährt auch im vierten Jahr seit dem Wiedereinstieg als Werksteam 2016 den Ansprüchen weit hinterher. Denn: auch in Sachen Pace sind die Gelb-Schwarzen den Top 3 nicht wirklich näher gekommen.

Daniil Kvyat

In Bahrain war Daniil Kvyat noch Leidtragender einer Dummheit, als ihn Alfa-Pilot Antonio Giovinazzi abräumte. Im Reich der Mitte mutierte der Russe dann selbst zum gefürchteten "Russen-Torpedo", der seine Rivalen von der Strecke schießt. In der 1. Runde rammte Kvyat beide McLaren von der Piste. "Das gibt's doch nicht, da muss man doch Platz lassen", kritisierte RTL-Experte Nico Rosberg. Und das völlig zurecht!

Haas

Im Qualifying noch mit beiden Autos in den Top 10, verpassten beide Haas die Punkteränge. Eine herbe Enttäuschung für das US-Team. "Die Quali-Leistung ist gut, wir müssen die Renn-Pace verbessern, denn die ist am Wichtigsten", forderte Kevin Magnussen (nur Platz 13). Haas hat bis zum nächsten Rennen in Aserbaidschan also viel Arbeit vor sich.

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