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Formel-1: George Russell steigt auf und fährt 2019 für Williams

2018 Singapore GP SINGAPORE STREET CIRCUIT, SINGAPORE - SEPTEMBER 14: George Russell, Mercedes AMG F1 during the Singapore GP at Singapore Street Circuit on September 14, 2018 in Singapore Street Circuit, Singapore. (Photo by Jerry Andre / Sutton Ima
Das britische Motorsporttalent George Russell wird zum Williams-Stammfahrer befördert © imago/Motorsport Images, Jerry Andre, imago sportfotodienst

Was wird aus Esteban Ocon?

Das Fahrerfeld für die Saison 2019 füllt sich: George Russell steigt in die Formel 1 auf und fährt ab der kommenden Saison für Williams. Der britische Traditionsrennstall teilte die Verpflichtung des 20-Jährigen für "mehrere Jahre" mit. Russell gehört zum Förderprogramm von Mercedes, das Werksteam rüstet Williams mit Motoren aus. Die Verpflichtung von Russell könnte zugleich das vorübergehende Königsklassen-Aus für Esteban Ocon bedeuten.

Russell übernimmt das Cockpit von Lance Stroll

"Es ist eine große Ehre, einem Team von solchem Prestige und solch großer Tradition beizutreten", sagte Russell, der in dieser Saison die Nachwuchsklasse Formel 2 dominiert und kurz vor dem Titelgewinn steht: "Die Formel 1 war mein lebenslanger Traum. Als ich ein Kind war, wirkte es fast surreal, dass ich einmal neben den Fahrern, die ich seit Jahren bewundere, an den Start gehen würde."

Der bisherige Ersatzfahrer vom Weltmeisterrennstall Mercedes dürfte bei Williams das Cockpit von Lance Stroll übernehmen. Der 19-jährige Kanadier wird 2019 mit hoher Wahrscheinlichkeit für das Team Racing Point Force India fahren, da sein Vater Lawrence mit einem Konsortium Anteile an dem Rennstall hat. Leidtragender ist Esteban Ocon.

Sergey Sirotkin bleibt wahrscheinlich

Der talentierte 22-Jährige ist ebenfalls unter den Fittichen von Toto Wolff. Für den freien Platz bei Williams bevorzugte der Mercedes-Teamchef aber jetzt Russell - angeblich, um Ocons guten Ruf bei dem Hinterbänkler-Team nicht zu gefährden. Es ist nach Renault und McLaren schon die dritte geplatzte Option für den Franzosen. 

"Was die mittel- bis langfristige Zukunft angeht, bin ich bei ihm optimistisch. Kurzfristig könnten wir uns bei ihm für eine unkonventionelle Wahl entscheiden", brachte Wolff einen Wechsel Ocons in eine andere Rennserie ins Spiel. Das sieht dieser deutlich anders. "Es wäre eine Megaenttäuschung, wenn ich ein Jahr draußen wäre. Das ist ein schwerer Schlag, wenn man ein Jahr verliert. Und ich möchte das nicht erleben", betonte Ocon.

Den zweiten Cockpitplatz bei Williams wird dank seiner mitgebrachten Sponsoren wohl der Russe Sergey Sirotkin behalten.