Fragen und Antworten zum Ungarn-GP

Geht Ferraris Selbstzerstörungstrip in Budapest weiter?

16. Juli 2020 - 13:35 Uhr

Formel 1: Hamilton peilt achten Ungarn-Sieg an

Drittes Rennen in drei Wochen - die Formel 1 fährt mit Vollgas durch die Corona-Saison. Schauplatz am kommenden Sonntag (ab 14 Uhr live bei RTL und online auf TVNOW): der Hungaroring vor den Toren Budapests. Eine Strecke, die Fahrer und Fahrzeuge stresst. Dazu ist es meistens ziemlich heiß. Zündstoff gibt es aber auch so schon genug.

Ferrari-Krise: Was passiert mit Sebastian Vettel?

Am Donnerstag wird er reden. Wird er aber auch etwas zu sagen haben bei den virtuellen Presserunden? Ferrari-Pilot Vettel lässt sich vom Spekulations-Trubel eigentlich nicht locken, geschweige denn in seiner Meinungsfindung beschleunigen.

Nebenbei hat er in Ungarn nach den ersten beiden Wochenenden der Corona-Notsaison einiges aufzuholen: Nur ein Punkt dank Platz zehn zum Auftakt, nur eine Runde am vergangenen Sonntag beim zweiten Rennen in Spielberg.

Dennoch tickt die Uhr: Bis zum 31. Juli soll die Option im Vertrag von Sergio Perez bei Racing Point gültig sein, wonach sich das Team vom Mexikaner inklusive üppiger Mitgift trennen muss. Vettel sollte sich also vorher entscheiden, ob er den Platz beim designierten Aston-Martin-Team haben will.

Wie geht's mit Vettel weiter? Darüber diskutieren am Donnerstag ab 14 Uhr Nico Holter und F1-Reporter Felix Görner bei Facebook Live in unserer "Sportbude".

Wie ist die Stimmung bei Ferrari vor dem Ungarn GP?

Ein Fahrer (Vettel), der ein neues Team sucht, ein anderer (Charles Leclerc), dessen Ambitionen durch den selbst verschuldeten Crash zuletzt mit Vettel einen schweren Dämpfer erlitten. Ein Auto, das zu langsam ist, ein Teamchef (Mattia Binotto), der vor allem in Krisenzeiten bislang alles andere als souverän wirkte.

Die Traditionsmarke, die ihren Mythos pflegt, ist auf dem Selbstzerstörungstrip. Die nächste Ausfahrt sollte Ferrari nicht verpassen, sonst wird das Jahr des 1000. Rennens der Scuderia in der Formel 1 zum kompletten Desaster.

Facebook Live am Freitag nach dem 2. Training

Wer kann Hamilton und Mercedes stoppen?

"Zwei Siege aus zwei Rennen: Das mag sich von außen betrachtet so anhören, als ob das Kräfteverhältnis eindeutig ist. Aber das ist bei Weitem nicht der Fall", stapelt Mercedes-Teamchef Toto Wolff mal wieder tief. Spielberg war Mercedes-Land. Nun geht es auf den Hungaroring, und dort erwarten Wolff vor allem starke Red-Bull-Rennwagen mit Max Verstappen und Alexander Albon am Steuer. "Sie werden dort nur sehr schwer zu schlagen sein."

Man sollte aber auch nicht vergessen, wie die Bilanz von Hamilton auf dem knapp 4,4 Kilometer langen und kurvenreichen Kurs ist: Siebenmal gewann der Brite schon in Ungarn, zuletzt zweimal nacheinander.

Formula One F1 - Hungarian Grand Prix - Hungaroring, Budapest, Hungary - August 4, 2019   Mercedes' Lewis Hamilton gestures on the podium as he celebrates winning the Hungarian Grand Prix as Red Bull's Max Verstappen looks on   REUTERS/Bernadett Szab
2019 siegte Lewis Hamilton in Ungarn vor Max Verstappen
© REUTERS, Bernadett Szabo, LA

Formel 1 Corona Saison: Was gibt es ansonsten Besonderes in Ungarn?

Die Corona-Maßnahmen in Ungarn machen es besonders dem Personal aus Großbritannien und Nicht-EU-Staaten noch schwerer. Ohnehin in ihrer eigenen Schutzblase mit diversen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen, droht einem Großteil der Formel-1-Gemeinde empfindliche Strafen, wenn sie in Budapest gegen die dort geltenden Auflagen verstoßen. Die Benutzung öffentlicher Transportmittel, Taxi fahren, Essen gehen in einem Restaurant - britischen Medienberichten zufolge drohen Geldstrafen von umgerechnet bis zu 14 000 Euro oder sogar Gefängnis.

RTL.de/dpa