Weltmeister soll seinen Bahrain-Ersatz anschweigen

Funkstille zwischen Hamilton und Russell? Immerhin Mercedes-Boss Wolff spricht

Toto Wolff
Toto Wolff
© dpa, Sergei Grits, PAG sb hpl pat

07. April 2021 - 14:00 Uhr

Wolff: "Ich höre das zum ersten Mal"

Mit dem Formel-1-Abschied von Nico Rosberg nach seinem WM-Titelgewinn 2016 schien der legendäre "Krieg der Sterne" zwischen ihm und Lewis Hamilton bei Mercedes Geschichte. Heute – sechs Jahre später – will Rekordweltmeister Hamilton seine Konkurrenz aber wohl noch immer fernab der Strecke auf Distanz halten. So lautet zumindest das neuste Gerücht nach dem Saisonauftakt in Bahrain. Sir Hamilton soll nämlich nicht mehr mit Mercedes-Junior George Russell reden. Der Grund für Hamiltons Funkstille ist angeblich schlichtweg, dass Russell Ende 2020 in "seinem" Mercedes als Ersatzmann beinahe den GP von Sachir gewonnen hätte.

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Das macht eine Mercedes-Fahrerpaarung Hamilton-Russell unwahrscheinlicher

Zu dem Gerücht äußert sich nun erstmals Mercedes-Teamchef Toto Wolff in einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich". Von Streitigkeiten will er nichts wissen: "Ich höre das zum ersten Mal". Dennoch gibt er zu: "Aber ich kann mir das schon vorstellen, weil die Konkurrenz zwischen den beiden sehr groß ist. Die Großen spüren, wenn ein Guter nachkommt. Und George ist die nächste Generation."

Wenn diese Gerüchte stimmen sollten, spricht das allerdings weniger für ein Mercedes-Dreamteam Hamilton/Russell 2022, denn: Wolff hatte in der Vergangenheit immer wieder deutlich gemacht, dass er Unstimmigkeiten, wie es sie zwischen Hamilton und Rosberg gegeben hat, bei Mercedes nicht mehr zulassen wird.

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Wolff macht eine deutliche Ansage

Dem langjährigen Mercedes-Teamchef ist die Situation nicht neu. Er weiß, wie man damit umgehen muss, auch wenn die Aufgabe alles andere als angenehm ist. "Ich habe immer klargemacht, dass ich, wenn es regelmäßig passiert und ich ein Muster erkenne, keine Angst davor habe, einen Fahrer ein Rennen aussetzen zu lassen", erinnert er sich an jene Situationen, als Hamilton und Rosberg ihre Streitigkeiten auch auf der Strecke ausgelebt haben und sich ins Auto gefahren sind.

"Das ist gar nicht so einfach, weil es nur zwei Fahrer in einem Team gibt. Es ist nicht leicht, einen Ersatz auf gleichem Niveau zu finden. Aber ich bin dazu bereit, ein Rennen oder zwei zu opfern, nur um allen zukünftigen Generationen klarzumachen, dass wir für Mercedes fahren und so etwas nicht geht", sagt Wolff im 'High-Performance-Podcast' von Jake Humphrey und Damian Hughes.

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