Exklusives RTL-Interview

Sebastian Vettel: Rücktritt ist „keine Option“

26. Juli 2019 - 12:05 Uhr

"Das Ziel ist, erfolgreich zu sein mit Ferrari"

Es läuft in dieser Formel-1-Saison einfach noch nicht für Sebastian Vettel: Noch kein Sieg mit Ferrari, Scuderia-Kollege Charles Leclerc macht mit starken Ergebnissen Druck. Erste Gerüchte, Vettel könne oder wolle nach dieser Saison zurücktreten, kamen auf. Im exklusiven Interview mit RTL-Moderator Florian König stellt der 32-Jährige klar: Ein Rückzug oder ein Team-Wechsel sei für ihn "keine Option. Das Ziel ist, erfolgreich zu sein mit Ferrari. Ich frage mich, wieso das überhaupt aufgekommen ist, es ist aber in der Hinsicht eher unbegründet." Was sich der Ferrari-Pilot für das Rennen in Deutschland vorgenommen hat, verrät er im Video.

Keine Krise mit Ferrari

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Sebastian Vettel und Ferrari glauben weiter an den gemeinsamen Erfolg.
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Trotz des bislang enttäuschenden Saisonverlaufs glaubt Vettel weiterhin an den Erfolg mit der Scuderia. "Das Team ist nach wie vor sehr ruhig. Jeder weiß, was er zu tun hat. Statt sich darauf zu konzentrieren, vielleicht die eine Sache zu finden, die den Unterschied macht, ist allen bewusst, dass es das nicht gibt." Vielmehr gehe es darum, "weiter an den Details zu tüffteln und das Paket an sich zu verbessern."

Von einer Krise will der viermalige Formel-1-Weltmeister deshalb auch nichts wissen. "Krise wäre, wenn ich im Dunkeln tappen würde, wenn ich keine Ansätze hätte, zu verstehen, wie es besser laufen könnte, wenn grundlegend etwas schieflaufen würde, wenn der Speed fehlen würde."

Dass es Kritik gebe, sei normal und gewissermaßen gerechtfertigt. "Ich selber weiß ja am besten, wenn etwas gut läuft und wenn was nicht so gut läuft. Das einiges hätte besser laufen können, ist mir auch klar", gab Vettel zu.

Vettel: Trotz Fehler geht es grundsätzlich "in die richtige Richtung"

Als Beispiel nannte er seinen Fahrfehler vor zwei Wochen in Silverstone: "In der Rennsituation habe ich mit Sicherheit nicht die richtige Entscheidung getroffen. Auf die andere Seite zu wechseln statt nach der Innenseite zu suchen, wäre vielleicht richtig gewesen." Grundsätzlich sei er aber überzeugt, "dass es weiterhin in die richtige Richtung geht. Ich glaube nicht, dass es im Moment irgendetwas gibt, was dafür verantwortlich ist, dass Dinge anfangen, aus dem Ruder zu laufen", so Vettel.