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Formel 1 - Franz Tost: Neuer AlphaTauri ein echter Hingucker

"Aber entscheidend ist die Rundenzeit"

Tost: Neuer AlphaTauri ein echter Hingucker

AlphaTauri-Teamchef Franz Tost im RTL/ntv-Interview

Franz Tost ist vom neuen AlphaTauri-Boliden sehr angetan – zumindest optisch. „Ich denke, dass wir wieder eines der schönsten Autos haben werden“, sagte der Teamchef des italienischen Rennstalls im Interview mit RTL/ntv: „Mir gefällt der Wagen von der Farbgestaltung wunderbar, entscheidend sind aber die Rundenzeiten und die kann ich erst in Bahrain messen, da müssen wir noch abwarten.“ Was am AlphaTauri neu ist, wo sich der Rennstall beim Schwesterteam Red Bull bedient hat, und wie Tost seine Fahrer Pierre Gasly und Yuki Tsunoda einschätzt, sehen Sie im Video.

Alpha Tauri hat "Qualitätskontrolle komplett umstrukturiert"

Entscheidend ist auf dem Asphalt, weiß Tost. Ob der schöne AlphaTauri auch schnell ist, wird sich wohl schon bei den ersten Testfahrten vom 12. bis 14. März in Bahrain zeigen. In dem Wüstenstaat startet die Formel 1 zwei Wochen später dann auch in die Saison.

Tost rechnet damit, dass es diese Saison im Mittelfeld „wieder sehr eng“ zugeht. „Wir hatten letztes Jahr 107 Punkte – so viele wie noch nie“, erinnerte Tost an 2020. Eine Ausbeute, die vor ein paar Jahren noch „locker für Platz 5“ gereicht hätte, so der Tiroler. Trotz des hausinternen Rekords und des Sensationssieges von Pierre Gasly in Monza musste sich AlphaTauri in der Vorsaison mit Rang 7 begnügen – auch, weil die mangelnde Zuverlässigkeit des Autos viele Punkte kostete.

Hier habe AlphaTauri über den Winter den Hebel angesetzt, erläuterte Tost: „Wir haben, was die Qualitätskontrolle betrifft, alles umstrukturiert, haben einige Leute ausgetauscht und neue Verantwortungsbereiche eingerichtet. Wir haben vom Team aus aktiv in eine neue Richtung gearbeitet.“

Tost von Tsunoda überzeugt

Und AlphaTauris Ziel in diesem Jahr? „Auf eine Platzierung möchte ich mich nicht festlegen, aber wir wollen uns – ganz klar – so wie jedes Jahr verbessern und noch mehr Punkte sammeln“, betonte Tost. Konkret nach den Chancen auf Platz 4 gefragt, antwortete Tost schmunzelnd: „Träumen ist erlaubt.“

Der Teamchef gab allerdings zu Bedenken, dass man mit Yuki Tsunoda einen Rookie neben dem arrivierten Pierre Gasly im Cockpit habe. Der Japaner gebe bislang zwar eine „gute Figur“ ab. „Aber es wird für ihn schon einige Rennen geben, die eine große Herausforderung darstellen“, so Tost.

Er erwarte, dass Tsundoa „auf Strecken, die er kennt, nahe an Pierre dran ist“, sagte der 65-Jährige. „Auf neuen Strecken wird es für ihn schwieriger werden, denn Gasly ist sehr, sehr schnell und die Latte liegt sehr hoch. Aber Yuki ist sehr talentiert.“