AlphaTauri-Teamchef für Gehalts-Obergrenze

Tost: Ein richtiger Rennfahrer will das Geld im Auto haben

Lustige Hamilton-Episode amüsiert Tost

„Who is Franz Tost?“, fragte Lewis Hamilton Ende letzten Jahres am Rande des Bahrain-GP. Bei der üblichen PK hatte man den Weltmeister mit der Forderung des AlphaTauri-Teamchefs konfrontiert, die Gehälter der Formel-1-Fahrer zu begrenzen. Wer also ist Franz Tost? „Eine berechtigte Frage, denn wir haben ja nichts miteinander zu tun“, sagt der Tiroler im Gespräch mit RTL/ntv und muss schmunzeln. Das Ganze sei „eine lustige Episode“ gewesen. „Da kann man drüber lachen, nicht mehr und nicht weniger, mir ist das sowas von Wurst wie nur irgendwas“. Dass Hamilton den 65-Jährigen sehr wohl kennt und warum Tost für einen Gehaltsdeckel ist, erfahren Sie im Video.

Unendlich viel Geld für Fahrer? Kann nicht sein!

Das Thema Kosten respektive Kosten sparen ist in der Formel 1 neuerdings in aller Munde. Seit diesem Jahr gilt erstmals ein sogenannter „Cost Cap“. Die Teams dürfen nicht mehr als 145 Millionen Dollar ausgeben, 2022 und 2023 sinkt das Budget jeweils um weitere fünf Millionen Dollar. Die teils üppigen Gehälter der Fahrer sind davon allerdings (noch) ausgenommen.

Ein Unsinn, findet Tost. „Wir haben eine Kostengrenze für die Autos, für die Teams, für die Motoren – da kann es ja nicht sein, dass für die Fahrer unendlich viele Gelder zur Verfügung stehen“, sagt der Alpha-Tauri-Teamchef im exklusiven Interview mit unserer Redaktion. Angesichts der „schwierigen wirtschaftlichen Lage“ müsse eine Gehalts-Obergrenze diskutiert werden.

Bei AlphaTauri keine Millionen-Gehälter

Die Formel-1-Kommission hatte jüngst verkündet, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich mit dem Thema befasse. Auch Fahrer sollen in der Spar-AG mitmachen.

Bei AlphaTauri sei das Ganze „total einfach“, so Tost: „Die Fahrer kriegen etwas, ganz logisch. Aber da gibt es nie eine Diskussion, die in den Millionenbereich geht. Sonst würde ich ihnen sagen, wir haben das Geld nicht. Ihr könnt es euch aussuchen: Entweder wir stecken das Geld in die Entwicklung des Fahrzeuges, damit ihr ein wettbewerbsfähiges Auto habt, oder ihr Fahrer steckt es euch ein und fahrt hinten herum. Wenn einer ein richtiger Rennfahrer ist, dann will er das im Auto drinnen haben.“