Deutschland-GP auf der Kippe

Kein Hockenheim-Rennen 2020?

Hockenheimring
© dpa, Jan Woitas, hpl nic hak

24. Juli 2019 - 14:34 Uhr

Hockenheim-Boss sieht schwarz

Die Formel-1-Fans müssen sich wohl auf eine Saison ohne "Heimspiel" in Hockenheim gefasst machen. Die Betreiber der Strecke haben derzeit wenig Hoffnung auf ein Rennen 2020.

Formel 1 2020: Welche Rennen fallen weg?

02.07.2019, Baden-Württemberg, Hockenheim: Georg Seiler, Geschäftsführer der Hockenheim-Ring GmbH, sitzt auf der Haupttribüne des Hockenheimrings. (zu dpa: «Bericht: Nachfolge in Hockenheimring-Geschäftsführung geklärt») Foto: Uwe Anspach/dpa +++ dpa
Hockenheimring-Betreiber Georg Seiler hat aktuell wenig Hoffnung auf ein Rennen im kommenden Jahr
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Mit dem Rennserien-Besitzer Liberty Media rede man zwar "permanent über die Zukunft, aber noch nicht von einem Vertrag", erklärte Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler. "Für 2020 sieht es aber so aus, dass es hier keinen deutschen Grand Prix gibt. Es sollen 21 Rennen bleiben, Hanoi und Zandvoort kommen hinzu, also müssen Veranstaltungen rausfallen. So wie es aussieht, gehören Barcelona und Mexiko zu den Kandidaten, wir auch", sagte Seiler weiter.

Zugleich brachte er ein Alternativmodell ins Spiel: "Ich könnte mir ein Rotationsverfahren vorstellen. Sollte die Anzahl der Rennen einer Saison nicht erhöht werden, könnten europäische Traditionsstrecken beispielsweise mit einer angepassten Gebühr alle zwei oder drei Jahre im Wechsel einen Grand Prix austragen."

Hockenheim-GP: Es gibt noch Hoffnung

Zuletzt hatte die Traditionsstrecke im Norden Baden-Württembergs ohnehin nur alle zwei Jahre ein F1-Rennen ausgetragen. Für die aktuelle Saison einigten sich die Formel-1-Bosse und die Betreiber spät - zudem griff Titelsponsor Mercedes finanziell unter die Arme.

Ein Hintertürchen ließ der Hockenheim-Chef dann doch noch offen: "Es ist ja noch nichts zu 100 Prozent abgesegnet. Es kann noch kommen. Im letzten Jahr waren wir auch nicht so weit für dieses Jahr und haben erst im September oder Oktober den Vertrag für 2019 gemacht." Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ...