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Formel 1: FIA straft Spanien-GP-Bruchpiloten Romain Grosjean ab

2018 Spanish GP CIRCUIT DE BARCELONA-CATALUNYA, SPAIN - MAY 13: Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-18 Ferrari, spins in the pack, causing an accident involving by collecting Nico Hulkenberg, Renault F1 Team R.S. 18, and Pierre Gasly, Toro Rosso STR13 H
Folgenschwere Kettenreaktion: Romain Grosjean kreiselte in Barcelona von der Piste und riss Nico Hülkenberg und Pierre Gasly mit ins Verderben. © imago/Motorsport Images, Zak Mauger, imago sportfotodienst

Grosjean in Monaco drei Plätze zurück

Romain Grosjean muss für seine Abräumaktion in der ersten Kurve des Spanien-GP büßen. Die FIA brummte dem Franzosen in der Formel-1-Sünderdatei zwei Strafpunkte auf, außerdem muss der Haas-Pilot beim Großen Preis von Monaco drei Plätze in der Startaufstellung zurück. Im Leitplanken-Labyrinth von Monte Carlo eine empfindliche Strafe.

Steiner höhnt: Sollten besonderen FIA-Preis bekommen

"Wir sind die Führenden in verlorenen WM-Punkten und Strafpunkten. Wir sollten bei der FIA-Zeremonie da am Ende des Jahres einen besonderen Preis für bekommen", galgenhumorte Haas-Teamchef Günther Steiner. Der Südtiroler verteidigte seinen Bruchpiloten. "Er wollte aus dem Weg fahren. Das war seine Erklärung. So die Strecke zu überqueren. Er war ja gedreht. Er sagt, er musste die Entscheidung treffen. Wir wissen nicht, was sonst passiert wäre. Vielleicht hätte er dann fünf erwischt. Das ist mein Punkt"

Grosjean hatte sich in Kurve 1 gedreht, blieb aber auf dem Gas und versuchte mit qualmenden Reifen, sich auf die andere Seite der Strecke zu retten. Dabei schoss er Renault-Mann Nico Hülkenberg und Pierre Gasly im Toro Rosso ab. Für beide war das Rennen vorbei. Der frustrierte Hülkenberg nannte Grosjean nach dem Rennen einen "Fliegenfänger" und empfahl dem 32-Jährigen ein Fahrsicherheitstraining.

Whiting: Unkluge Aktion von Grosjean

"Ich denke, er hätte da einen viel besseren Job machen können. Er hat sich gedreht und es ist sehr ungewöhnlich zu sehen, dass ein Auto so die Hinterräder durchdrehen lässt - in der ersten Runde des Rennens und wenn da noch zehn Autos kommen. Ich denke, das war unklug", tadelte FIA-Rennleiter Charlie Whiting Grosjean.

Der Franzose hatte unmittelbar nach dem Rennen am RTL-Mikro bereits in den Verteidigungs-Modus geschaltet. Er habe nicht mit Haas-Kollege Kevin Magnussen kollidieren wollen und sei in Kurve 1 wenn überhaupt "vorsichtig gefahren". Als ihn die Stewards später zum Rapport zitierten, argumentierte Grosjean, bewusst nicht gebremst zu haben. Vielmehr sei er auf dem Gas geblieben, um seinen Boliden zu drehen und nicht entgegen der Fahrtrichtung zu stehen. Mit seinem Qualm-Manöver habe er versucht, sich auf die andere Seite der Piste zu retten.

Stewards: Grosjean traf die falsche Entscheidung

Die Stewards sahen die Sache freilich ganz anders. "Während es Spekulation ist, wo das Auto des Fahrers angekommen wäre, hätte er andere Alternativen gewählt, ist es sicher, dass es zur Kollision kam, als er die Strecke vor dem folgenden Paket von Autos überquert hat, wozu er sich entschlossen hat. Weiter, nach Auswertung der Video-Aufnahmen, befinden die Stewards, dass das Auto schon der Linie auf der linken Seite der Strecke folgte und so gut wie von der Strecke herunter war, als er die Entscheidung traf, sie wieder zu überqueren“, lautet das nüchterne Statement der Kontrolleure.

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