Hygiene-Konzept der FIA steht

Motorsport bereit für die Rennrückkehr

Valtterie Bottas (Mercedes)
Valtterie Bottas (Mercedes)
© Mercedes-AMG F1/Twitter

11. Juni 2020 - 18:05 Uhr

Maßnahmen-Katalog umfasst 74 Seiten

Wenn am 5. Juli in Spielberg (Österreich) endlich das erste Rennen der Formel-1-Saison 2020 stattfindet, wird vieles anders sein als in den vergangenen Jahren. Die Rennställe sowie alle Beteiligten, die zu einem Grand Prix gehören, müssen dann die Richtlinien befolgen, die der Internationale Automobilverband (FIA) in einem 74-seitigen Werk herausgegeben hat. Die aufgestellten Regeln gelten aber nicht speziell für die Königsklasse, sondern generell für alle Rennserien der FIA.

Starts aus der Boxengasse möglich

Die Veranstalter vor Ort sollen unter anderem prüfen, ob sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie sonst üblich in der Startaufstellung ins Rennen gehen lassen oder aus der Boxengasse. Zudem wird empfohlen, die Abläufe an den Renntagen und -Wochenenden zu verkürzen und auf Rennen aus dem Rahmenprogramm zu verzichten.

Sollte wie sonst auch aus dem Grid gestartet werden, soll die Zahl derer, die dort hin dürfen, reduziert werden. In der Formel 1 ist es üblich, dass VIP-Gäste, örtliche Politikerinnen und Politiker oder bekannte Sportler vor dem Rennen durch die Startaufstellung flanieren. Weil die ersten WM-Läufe aber Geisterrennen sind, stellt sich diese Frage vorerst aber nicht.

Mercedes testete in Silverstone Umsetzung der Hygiene-Maßnamen

Ähnlich wie im Konzept der Deutschen Fußball Liga beinhaltet der Maßnahmen-Katalog der FIA auch Bereiche wie Kontaktabstand - mindestens zwei Meter -, Hand-Hygiene, Atem-Etikette und Tests, aber auch die Nachverfolgung von Kontaktpersonen mittels technologischer Instrumente unter Einhaltung der Rechtslage. Mercedes testete in Silverstone mit dem Team und den beiden Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas die Umsetzung der Hygiene-Anforderungen.

Die Formel 1 hat zunächst acht Rennen in Europa angesetzt. Außer in Österreich soll in Ungarn, Großbritannien, Spanien, Belgien und Italien gefahren werden.

RTL.de/DPA