Formel 1: Ferraris Rückzug aus der Königsklasse hat sich wohl erledigt

FILE PHOTO: Formula One F1 - Hungarian Grand Prix - Hungaroring, Budapest, Hungary - July 26, 2018   A Ferrari flag flies at half mast in tribute to Former Fiat Chrysler CEO Sergio Marchionne   REUTERS/Bernadett Szabo/File Photo
Auch nach 2021 bleibt Ferrari der Königsklasse erhalten. © REUTERS, Bernadett Szabo, FW1F/Jason Neely

Neues Rennwagenkonzept in Sicht

Neuer Boss, neue Sitten: Ein möglicher Rückzug von Ferrari aus der Formel 1 ist unter Louis Carey Camilleri wohl endgültig vom Tisch. Der 63-Jährige, Nachfolger des verstorbenen Sergio Marchionne, erklärte, er sei "einigermaßen optimistisch", dass die Teams und die Formel-1-Führung "in einem akzeptablen Zeitraum" über das Rennwagenkonzept ab 2021 einig werden.

Konsens über Hauptziele

"Es besteht ein allgemeiner Konsens über die Hauptziele", führte Camilleri aus, "aber die Ideen, wie man dorthin gelangt, weichen noch voneinander ab." Marchionne hatte immer wieder die Drohkulisse eines Ferrari-Ausstiegs aufgebaut.

"Wenn wir den Sandkasten so stark verändern, dass man ihn nicht mehr als Sandkasten erkennt, dann möchte ich nicht mehr darin spielen", hatte der Top-Manager im vergangenen Herbst gesagt.

Mehr Überholmanöver das Ziel

Formel-1-Motorsportchef Ross Brawn hatte am vergangenen Wochenende am Rande des Großen Preises von Singapur den anwesenden Journalisten drei mögliche Wagenkonzepte für die Zeit nach 2020, wenn der bestehende Grundlagenvertrag ausläuft, vorgestellt.

Ziel der Königsklassenführung ist es, das Überholen durch eine Vereinfachung der Aerodynamik zu erleichtern. Weiter streben Brawn und seine Mitstreiter von Liberty Media die Einführung einfacherer und billigerer Motoren sowie eine Budgetdeckelung an,