"Er ist sehr analytisch"

Formel 1: Ferrari-Teamchef Binotto lobt Vettel

© imago images / Gribaudi/ImagePhoto, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

9. Dezember 2019 - 20:53 Uhr

Vettel hat sich "reingearbeitet"

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat Sebastian Vettel gelobt - und zwar für dessen Krisenmanagement in der abgelaufenen Formel-1-Saison. "Was mir an Sebastian gefallen hat, war, dass er ruhig geblieben ist, sich in die Sache reingearbeitet hat, um zu verstehen, was er an sich und am Auto verbessern muss", sagte der Italiener dem Fachmagazin 'auto motor und sport'.

Leclerc "eine gute Messlatte"

Vettel habe Erfahrung und sei "sehr analytisch", beschrieb Binotto den viermaligen Weltmeister: "Er versucht die Dinge zu verstehen."

Zu Beginn des Jahres habe Vettel allerdings "das Vertrauen" in den SF90 gefehlt, der Deutsche deshalb auch nicht am Limit fahren können, so der Scuderia-Capo. "Je mehr Abtrieb wir gefunden haben, umso mehr kehrte dieses Vertrauen zurück. Und schon wurden seine Rundenzeiten besser. Charles Leclerc war eine gute Messlatte für ihn. Das hat ihn zusätzlich angetrieben", spielte Binotto auf das Stallduell der Ferrari-Piloten an.

Binotto will im Teamduell nichts ändern

Gegen Leclerc zog Vettel 2019 sowohl im Qualifying (9:12) als auch in Sachen WM-Platzierung und Saisonsiegen den Kürzeren. Der junge Monegasse holte 24 Punkte mehr als sein arrivierter Garagen-Nachbar und schaffte zwei Siege (Spa und Monza), während Vettel nur einmal (Singapur) triumphierte.

Junger Emporkömmling gegen Platzhirsch - eine delikate Mischung, die immer wieder explodierte, jüngst beim Brasilien-GP, als sich die Rivalen kurz vor Rennende gegenseitig in die Karre fuhren.

Für 2020 will Binotto trotzdem (noch) nichts ändern. "Im Moment sehe ich keinen Grund für Regeln. Ich erwarte von meinen Fahrern, dass sie smart genug sind, das in Zukunft zu vermeiden."