Mit dem SF 1000 auf Titelmission

Das ist Vettels neue "Rote Göttin"

12. Februar 2020 - 15:14 Uhr

Letzter Fahrertitel 2007

Auf diesem Auto ruhen die Hoffnungen einer ganzen Nation: Ferrari hat mit dem gebührenden Tamtam den neuen Boliden für die Formel-1-Saison 2020 enthüllt. Im altehrwürdigen Theater Romolo Valli in Reggio Emilia erblickte der SF 1000 das Licht der Welt. Und soll die Fans der Scuderia nach Jahren des Darbens endlich erlösen – mit dem ersten Fahrertitel seit 2007.

Mehr Abtrieb der Schlüssel

Nach einer Saison zum Vergessen im Vorjahr soll nun also der SF 1000 Ferrari zu altem Glanz verhelfen. Warum 1000? Die Typbezeichnung verweist auf das 1000. GP-Rennen der Scuderia Ferrari am 14. Juni in Montreal. "Ich mag ihn sehr. Ich kann es nicht erwarten, ihn endlich zu fahren", sagte Vettel.

Seit dem WM-Titel von Kimi Räikkönen 2007 und dem Gewinn der Konstrukteurs-WM 2008 wartet der legendäre Rennstall auf einen Titel. Mit dem 71. Boliden aus dem Hause Maranello soll es endlich klappen. "Unser neues Auto zielt auf deutlich mehr Abtrieb hin. Wir erwarten, dass wir auf den Geraden nicht mehr so überlegen sein werden. Die letzten Rennen der Saison (2019, die Red.) haben uns gezeigt, dass mehr Abtrieb der bessere Weg ist", sagte Teamchef Mattia Binotto.

Riesen-Druck lastet auf Ferrari

Ob der Bolide die Erwartungen erfüllt? Die Testfahrten am 19. Februar in Barcelona werden einen ersten Vorgeschmack geben. Und der Druck könnte in Italien kaum größer sein. Für Ferrari, und vor allem für Sebastian Vettel. Funktioniert der SF1000 nicht – fährt er mal wieder hinterher.