„Nicht konkurrenzfähig"

Formel 1: Ferrari kapituliert schon vor dem Rennen

12. Juli 2020 - 14:00 Uhr

Binotto contra Vettel

"Wir sollten im Renntrimm ganz gut unterwegs sein": Diese Worte von Berufsoptimist Sebastian Vettel nach dem katastrophalen Qualifying in Spielberg dürften bei Mattia Binotto wie blanker Hohn klingen. Schon vor dem Start auf dem Red-Bull-Ring  (15.10 Uhr live bei RTL im TV und auf TVNOW) wirft der Ferrari-Teamchef die Flinte verbal ins Korn. Hoffnung auf Besserung? Nicht in Sicht!

Keine Besserung in Sicht

"Ein sehr enttäuschender Tag. Wir müssen akzeptieren, dass die Stoppuhr niemals lügt. In zwei Qualifying-Sessions waren wir trotz unterschiedlicher Bedingungen nicht konkurrenzfähig", sagte Binotto. Klare Worte vom Chef der Scuderia. Was bei Ferrari besonders die Alarmglocken klingen lässt: Nicht nur Mercedes fährt in eigener Liga, auch Red Bull, McLaren und Renault lassen Vettel und Charles Leclerc alt aussehen.

Und die Aussichten sind düster. Mittelfristig wird der Ferrari der Konkurrenz weiter hinterherfahren. In Maranello herrscht Ratlosigkeit. "Wir haben sehr hart gearbeitet, um Updates eher ans Auto zu bringen als geplant, aber sie haben ihren Wert auf der Strecke nicht bewiesen. Wir müssen herausfinden warum und diesen Zustand ändern, der für ein Team mit dem Namen Ferrari nicht gut genug ist." Und das schnell.