Formel 1: Ferrari in Shanghai-Training an der Spitze - Ricciardos Auto steht in Flammen und Hamilton dreht sich

Fehlerfrei und klar der Schnellste: Sebastian Vettel beim letzten Training vor dem Qualifying in Shanghai
© imago/Motorsport Images, Mark Sutton, imago sportfotodienst

14. April 2018 - 14:05 Uhr

Vettel mit deutlichem Vorsprung an der Spitze

Ein zweieinhalbfacher Dreher von Lewis Hamilton, ein in Flammen aufgehendes Heck beim Red Bull von Daniel Ricciardo und zwei Ferrari an der Spitze: Das letzte Freie Training vor dem Qualifying zum Grand Prix von China (am Sonntag ab 7 Uhr live bei RTL oder online im RTL-Livestream bei TVNOW.de und in der TV NOW App) und in der  in Shanghai bot reichlich Zündstoff.

Ferrari auf den Plätzen eins und zwei

Bei komplizierten Bedingungen mit nur 12 Grad Außentemperatur und nach Regenfällen noch feuchten Curbs zeigten sich Sebastian Vettel (1:33,018 Minuten) und Kimi Räikkönen (1:33,469) bereit für den Angriff auf die Pole Position. Auf Ultrasoft-Pneus setzte sich das Ferrari-Duo mit deutlichem Vorsprung an die Spitze des Tableaus.

Mercedes langsam - Hamilton mit zweieinhalbfacher Pirouette

Mercedes folgte mit Valtteri Bottas (1:33,761) und Lewis Hamilton (1:34,057) – ebenfalls auf den schnellen Ultrasoft-Reifen - mit Respektsabstand auf den Rängen drei und fünf. Zudem sorgte Hamilton für einen von zwei großen Aufreger der Session: Ausgangs von Kurve neun musste der viermalige Weltmeister auf die nasse Wiese ausweichen und drehte sich zweieinhalbmal um die eigene Achse, ehe Hamilton seinen Mercedes unbeschadet abfing. "Nur etwas Matsch, das bekommen wir sauber", twitterte die Mercedes-Crew.

Ricciardos Motor explodiert

Deutlich mehr zu tun hat in den zwei Stunden bis zum Qualifying das Red-Bull-Team. Gegen Mitte der Session funkte Ricciardo "I have an issue" an die Box. Da spielte der Renault-Motor des Australiers schon mächtig Feuer aus dem Heck – Ricciardo stellte sein Auto mit Motorschaden auf der Strecke ab und verursachte eine kurze Virtuell-Safety-Car-Phase.

Wie schwer die verschiedenen Teile des Renault-Aggregats beschädigt sind, ist noch unklar. Wurde auch die Batterie in Mitleidenschaft gezogen, droht Ricciardo wie beim Saisonauftakt in Australien eine Strafversetzung für den Rennstart. Wenig Trost dürfte bei Red Bull Trainingsplatz vier von Max Verstappen (1:33.969) spenden.

Hülkenberg verpasst Top Ten

Schnell unterwegs: Kevin Magnussen schiebt sich auf der härteren Reifenmischung auf Platz sechs
Schnell unterwegs: Kevin Magnussen schiebt sich auf der härteren Reifenmischung auf Platz sechs
© Getty Images, Bongarts, lz

Im Kampf um den Titel 'Best of the rest' hatte Haas mit Kevin Magnussen auf Platz fünf die Nase vorn. Bemerkenswert: Der Däne fuhr seine schnellste Runde (1:34,329) auf der härteren Reifenmischung. Auf den Plätzen sieben und acht folgten dahinter Sergio Perez (1:34,445) und Esteban Ocon (1:34,456) vor Carlos Sainz (1:34,445) im ersten Werks-Renault und dem Überraschungs-Zehnten Sergei Sirotkin (1:34,741), der Nico Hülkenberg (1:34,851) auf Platz elf verdrängte.