Neben Red-Bull-Pilot Max Verstappen

Dieser Fahrer hat es Helmut Marko besonders angetan

Helmut Marko ist seit 2005 Motorsport-Chef im Red Bull Konzern.
© dpa, Johann Groder, ks fdt

24. Januar 2020 - 19:08 Uhr

Das ist Markos Lieblingsfahrer außerhalb der Red-Bull-Welt

Nach der Vertragsverlängerung mit Formel-1-Star Max Verstappen plant Red Bull den nächsten Angriff auf die Branchenprimi Mercedes und Ferrari. Während das erste Cockpit mit dem Holländer optimal besetzt scheint, fehlt Red Bull seit dem Abgang von Daniel Ricciardo zu Renault im Jahr 2018 ein starker zweiter Mann mit Weltmeisterpotenzial. Im Gespräch mit Motorsport-Total.com verriet Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko, wen er für den momentan besten Fahrer hält, der nicht für das Brause-Unternehmen fährt.

"Ganz klar Leclerc"

Der Fahrer, der es Marko besonders angetan hat, fährt ausgerechnet beim großen Konkurrenten Ferrari und hat, ebenso wie Verstappen, seinen Vertrag erst kürzlich bis 2024 verlängert. "Leclerc. Ganz klar Leclerc", lautete die Antwort des Red-Bull-Beraters. Marko hält den Monegassen für das größte fahrerische Talent in allen Formel-Serien. Eine Verpflichtung des 22-Jährigen ist allerdings aufgrund dessen Ferrari-Vertrags vorerst nicht realistisch.

Marko: Red Bull fast immer erste Wahl

Red Bull will laut Marko auch künftig auf Eigengewächse setzten und seine Vormachtstellung im Werben um junge Fahrer ausbauen. "Ich würde sagen, ohne dass wir hier jetzt überheblich sind: Mit den Jungen, wenn sie die Wahl haben, dann wählen die zuerst Red Bull", sagte Marko. Diese Position ermögliche dem Team eine exzellente Verhandlungsposition: "Wir haben unser System, es funktioniert. Da sind wir nicht kompromissbereit und das sind faire Verträge", so der 76-Jährige.

Trotzdem wird auch ein solch funktionierendes System immer wieder verändert und angepasst. Lange hieß Red Bulls Devise möglichst junge Piloten, teilweise aus dem Kartsport, ins Programm zu hieven. Von diesem Prinzip nimmt Red Bull nun Abstand, da man laut Marko Talente im Kart schwer erkennen könne. Als Beispiel nennt er den früheren Red-Bull-Junior Oliver Oakes: "Der war Weltmeister im Kart und im Formelauto nirgends."