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Formel 1: Die Strecke des Mexiko-GP im Birdview

Formel 1: Die Strecke des Mexiko-GP im Birdview

Nach 23 Jahren Pause hat das Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko-Stadt im Jahr 2015 sein triumphales Formel-1-Comeback gefeiert. Die Strecke wurde zuletzt komplett saniert und führt unter anderem durch ein Baseball-Stadion.

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2015 herrschte beim Mexiko-GP eine Stimmung wie in einem Fußballstadion.
imago/HochZwei, imago sportfotodienst

Weltmeister Lewis Hamilton und Co. können sich auf dem 4,304 km langen Kurs so richtig austoben. Der Bleifuß-Parcours gilt nach Monza als der zweitschnellste im Kalender. Und während sich die Fahrer auf das Abenteuer freuen, zerbrechen sich die Ingenieure ihre Köpfe. Die 8,8-Millionen-City Mexiko-Stadt - die Metropolregion hat rund 20 Millionen Einwohner - liegt auf fast 2.300 Metern Höhe. Die geringe Luftdichte wird in Zeiten der komplexen Hybrid-Turbo-Motoren zum Problem.

Die Bedingungen für die Antriebseinheiten gelten als extrem. Trotzdem geht Lokalmatador Sergio Perez erneut von einem großen Spektakel aus. "Das wird ein großes Fest - nicht nur an der Strecke, sondern auch in der Stadt", sagte der Mexikaner.

Dieses Jahr werden mehr als 350.000 Zuschauer erwartet

Zwischen 1963 und 1970 sowie zwischen 1986 und 1992 wurde auf der Strecke 15 Mal der Große Preis von Mexiko ausgetragen. Beim bislang letzten Rennen vor der Neuauflage 2015 fuhr Michael Schumacher erstmals auf das Podest.

In Mexiko-Stadt bereitete den Ingenieuren vor allem der Untergrund Kopfzerbrechen. Das Valle de Mexico war früher ein riesiger See, entsprechend sumpfig ist der Boden. Die größte Veränderung erwartet die Piloten am Ende der 4,3 Kilometer langen Piste. Anstatt in einem Halbkreis führt die Strecke durch das derzeitige Baseballstadion Foro Sol zur Boxengasse. "Das ist einer der attraktivsten Bereiche für die Zuschauer", sagte der verantwortliche Ingenieur Oliver Liedgens. "Es ist ein eher langsamer Streckenabschnitt, der es den Fans erlaubt, die Autos genauer zu verfolgen."

Und das taten sie in Scharen.134.850 Zuschauer pilgerten letztes Jahr zum Rennen am Sonntag. Über das gesamte Wochenende wurden 336.000 Besucher gezählt. Dieses Jahr wollen die Veranstalter sogar mehr als 350.000 Fans begrüßen.

Neuerungen gibt es 2016 nur in Nuancen. "Wir arbeiten nach dem Motto – was nicht kaputt ist, soll nicht repariert werden. Wir wollen einfach verbessern, was wir vor einem Jahr getan haben und den Fans eine noch bessere Schau bieten", sagte Rodrigo Sanchez, Marketing-Direktor des Autodromo Hermanos Rodríguez, zu ESPN.