Auch Vietnam auf der Kippe?

China-GP in Shanghai wird wegen Corona-Virus verschoben

Chinese Grand Prix
© REUTERS, ALY SONG, gb

12. Februar 2020 - 13:52 Uhr

China-GP am 19. April wird verschoben

Der für den 19. April geplante Große Preis von China in Shanghai fällt dem Corona-Virus zum Opfer und wird verschoben. Das teilte die Formel 1 offiziell mit.

Nachholtermin noch offen

"Der China-GP war immer ein wichtiger Teil des Formel-1-Kalenders und die Fans waren immer unglaublich", hieß es im Statement der Rennserie: "Wir hoffen, so bald wie möglich in China fahren zu können und wünschen in dieser schweren Zeit allen Menschen in dem Land das Beste."

Zuvor habe der Promoter des China-GP nach Gesprächen mit dem chinesischen Motorsportverband und den Sportbehörden in Shanghai darum gebeten, das Rennen in Shanghai zu verschieben. Diesem Wunsch habe die Formel 1 in Absprache mit dem Automobil-Weltverband FIA entsprochen, um "die Gesundheit und die Sicherheit der reisenden Mitarbeiter, der WM-Starter und Fans" zu gewährleisten.

Wann der China-GP nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

Auch Vietnam-GP auf der Kippe?

Zweifel gibt es zudem an der Premiere des Grand Prix von Vietnam am 5. April. Der Austragungsort Hanoi liegt nur rund 150 Kilometer entfernt von der chinesischen Grenze. Der Motorsport-Weltverband FIA hatte angekündigt, die Austragung der Rennen zu bewerten und, "falls nötig, jede erforderliche Maßnahme" zu ergreifen, "um dabei zu helfen, die weltweite Motorsportgemeinschaft und die breite Öffentlichkeit zu schützen".

Die Gesamtzahl der Opfer durch den Coronavirus auf dem chinesischen Festland liegt inzwischen bei mehr als 1100. Bei mehr als 44 000 Menschen wurde eine Infektion bestätigt. Weltweit sind außerhalb des chinesischen Festlands mittlerweile mehr als 500 Infektionen bestätigt, davon 16 in Deutschland.

Eine Rennabsage in der Motorsport-Königsklasse gab es zuletzt 2011. Damals wurde der Große Preis von Bahrain zum Auftakt der Saison wegen politischer Unruhen in dem Land nicht ausgetragen.

RTL.de/dpa