Formel-1-Chefs wollen verhassten Cockpitschutz Halo aufwerten

FILE - Ferrari's German driver Sebastian Vettel drives a car sporting a prototype protective cage over the cockpit, dubbed Halo, at the Circuit de Catalunya on March 4, 2016 in Montmelo on the outskirts of Barcelona during the fourth day of the secon
In der neuen Saison ist der Cockpitschutz Halo in der Formel 1 Pflicht. © dpa, ERIC ALONSO

Obwohl ihn niemand – aber auch wirklich niemand! – ausstehen kann, drückt die FIA in der anstehenden Saison Fans und Fahrern den Cockpitschutz Halo aufs (respektive vors) Auge. Die Herren der Königsklasse versuchen jetzt, den hässlichen Sicherheitsbügel irgendwie aufzuwerten.

Halo als Live-Ticker?

"Die Formel-1-Chefs haben angesprochen, dass man dort digitale Displays integrieren könnte. Also liegt es an uns, daraus das Beste zu machen", berichtete McLaren-Boss Zak Brown. Offenbar schweben den Verantwortlichen LED-Leuchten vor, die – ähnlich der Einblendung von Börsenkursen oder Top-News bei Nachrichtenkanälen – eine Art Live-Ticker abbilden könnten.

"Wie bei Börsenkursen im Ticker – so etwas in der Art könnte es sein. Irgendeine Form von Nachrichten-Übermittlung. Allerdings gibt es natürlich Grenzen dabei. Die Innenseite von Halo dürfen wir dafür nicht nutzen, weil der Fahrer keinesfalls abgelenkt werden soll", betonte Brown. 

McLaren-Boss Brown: Halo muss "integraler Bestandteil" werden

MONTMELO, SPAIN - MAY 14: McLaren Executive Director Zak Brown on the grid during the Spanish Formula One Grand Prix at Circuit de Catalunya on May 14, 2017 in Montmelo, Spain.  (Photo by Mark Thompson/Getty Images)
McLaren-Boss Zak Brown sieht im Cockpitschutz Halo "kommerzielle Möglichkeiten" für die F1. © Getty Images, Bongarts, wt

Man müsse daran arbeiten, dass Halo "ein integraler Bestandteil des Autos wird", so der Amerikaner: "Heutzutage sieht es einfach nur wie angeschraubt aus. Wenn es in den kommenden Jahren mehr in die Gesamtstruktur integriert wird, dann wird es auch optisch schöner. Es mag anfangs ein Kompromiss ein, aber es schafft uns nebenbei auch neue kommerzielle Möglichkeiten", argumentierte Brown.