Enger Kampf um die Spa-Pole

Formel 1: Charles Leclerc rast überlegen auf Pole - Sebastian Vettel unzufrieden

2019 Belgian GP SPA FRANCORCHAMPS BELGIUM AUGUST 31 Sebastian Vettel Ferrari and pole winner
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31. August 2019 - 19:16 Uhr

Vettel chancenlos gegen Leclerc

Ferrari hat im Qualifying zum Großen Preis von Belgien (Sonntag, ab 14.00 Uhr live bei RTL und im Live-Stream bei TVNOW) seine Favoritenrolle bestätigt. Sebastian Vettel konnte das aber nicht in den erhofften Erfolg ummünzen. Es war Teamkollege Charles Leclerc, der auf die Pole Position in Spa-Francorchamps raste.

Mercedes arbeitet sich heran

Und wie: Der Monegasse brannte in 1:42,519 Minuten eine übergegene Bestzeit in den Asphalt und holte sich zum dritten Mal in seiner noch jungen Karriere Startplatz 1. Vettel darf sich mit Rang 2 trösten. Sein Rückstand von 0,748 Sekunden war jedoch gewaltig.

Nur 15 Tausendstelsekunden hinter dem Deutschen lauert schon Lewis Hamilton im Mercedes. Bis dahin waren die Silberpfeile auf eine schnelle Runde eigentlich chancenlos gegen die roten Renner. Valtteri Bottas komplettiert im zweiten Mercedes die zweite Startreihe (+ 0,896).

Renault-Duo mit Strafversetzung

Max Verstappen holte das Maximum aus seinem Red Bull heraus und fuhr auf Startplatz 5. Auf den Plätzen 6 und 7 landete das Renault-Duo Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg. Da an beiden Autos der Motor getauscht wurde, - Renault verzichtete auf die Ausbaustufe und setzte das alte Aggregat wieder ein - rücken der Australier und der Deutsche jeweils 5 Startplätz nach hinten.

Kimi Räikkönen, dessen Start wegen einer Wadenverletzung kurzzeitig gefährdet war, lieferte trotz Handicap eine starke Leistung ab. Der Finne belegte im Alfa Romeo Rang 8. Die Positionen 9 und 10 komplettierten Sergio Perez im Racing Point und Haas-Fahrer Kevin Magnussen.

Kubica mit Feuer im Heck

Schlagzeilen produzierte diesmal auch Robert Kubica – aber leider nicht auf sportlicher Ebene. Nach sieben Minuten in Q1 ging der Motor an Kubicas Williams hoch und der Wagen fing Feuer. Das Aus für den Polen und eine Zwangspause für die anderen 19 Piloten. Diese Session wurde für acht Minuten unterbrochen, um Kubicas Wrack bergen zu können.

Die zweite Unterbrechung in Q1 verursachte Antonio Giovinazzi 43 Sekunden vor Sessionende. Der Alfa Romeo des Italieners blieb an einer gefährlichen Stelle stehen, so dass die Rennleitung Q1 abbrach. Leidtragender war Carlos Sainz, der gerade auf seiner schnellen Runde war. Statt in Q2 zu springen blieb der McLaren-Pilot auf Rang 17 und schied aus. Ebenfalls früh Feierabend hatten Pierre Gasly (15.) und Daniil Kvyat als 18. (beide Toro Rosso), Kubica (20.) und George Russell auf 19 (beide Williams).

Giovinazzi muss in Q2 zuschauen

Giovinazzi schaffte es zwar in Q2, war dort aber natürlich zum Zuschauen verdammt. Mehr als Startplatz 15 war für den Alfa-Piloten nicht drin. Als 11. verpasste Haas-Fahrer Romain Grosjean knapp die Top 10. Hinter dem Franzosen, der um sein Cockpit für 2020 bangen muss, starten Lando Norris (McLaren), Lance Stroll (Racing Point) und Alex Albon (Red Bull).

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