Formel-1-Vertragspoker

Teamchef Wolff witzelt über fehlende Hamilton-Unterschrift

26. Januar 2021 - 22:16 Uhr

Lewis Hamilton: Teamchef Toto Wolff "droht"

Die Vertragsverhandlungen zwischen F1-Rekordchampion Lewis Hamilton und Weltmeisterteam Mercedes ziehen sich wie Kaugummi. Noch immer gibt es kein gültiges Arbeitspapier zwischen Fahrer und Rennstall. Teamchef Toto Wolff nimmt's mit Humor.

"Bin der nächste in der Linie, der sich hineinsetzt"

"Ich habe ihm schon damit gedroht, dass ich der nächste in der Linie bin, der sich hineinsetzt", scherzte der Mercedes-Teamchef und Team-Mitbesitzer in der ORF-Sendung "Sport am Sonntag" in Kitzbühel über einen Cockpit-Einsatz.

Die Saison 2021 beginnt Ende März in Bahrain. Stand jetzt ist nur das Schwarzpfeil-Cockpit von Stallgefährte Valtteri Bottas vergeben. Hamilton hält sich derzeit in den verschneiten Bergen von Colorado fit. Woran liegt's also? Die Gespräche würden weiterhin andauern, es gehe um Details, erklärte Wolff. "Die Anwälte sind heftig am Arbeiten."

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Mercedes: Russell spielt angeblich keine Rolle

Die Deadline ergibt sich quasi von selbst. "Spätestens vor Bahrain müssen wir dann einmal irgendwann etwas unterschreiben", sagte der 49-Jährige. Nach der Verschiebung des Großen Preises von Australien, der Mitte März hätte stattfinden sollen, startet die neue Saison am 28. März im Wüstenstaat.

Wolff betonte, dass in den Verhandlungen mit Hamilton dessen Landsmann George Russell (22), der bei der Corona-Infektion Hamiltons Anfang Dezember in Bahrain eingesprungen war und sofort performt hatte, keine Rolle spiele. In ihrer langjährigen Partnerschaft gehe es "gar nicht darum, dass man irgendwelche Drohgebärden an den Tag legt". Sie hätten eine "wirklich solide Basis in unserer Beziehung, wir haben große Erfolge miteinander gefeiert und wollen das auch in der Zukunft machen", sagte Wolff: "Die Füllfeder werden wir eines Tages zücken." Fragt sich nur, wann.

RTL.de/dpa

Toto Wolff hatte Corona

Wolff verriet zudem, dass er sich mit dem Coronavirus infiziert war. "Wir wollten einige Tage in Kitzbühel verbringen, und aus heiterem Himmel wurde ich positiv getestet", sagte Wolff. "Also haben wir zehn Tage in Isolation verbracht. Zum Glück gab es keine Symptome. Nun haben wir die Quarantäne hinter uns und können uns wieder ganz auf die Formel 1 konzentrieren."

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