Bahrain-GP | 2. Training

Albon-Crash überschattet nächtliche Show von Wüstenkönig Lewis Hamilton

27. November 2020 - 19:09 Uhr

Formel 1 in Bahrain: Hamilton dominiert auch in der Nacht

Der Mercedes-Stern von Formel-1-Champion Lewis Hamilton leuchtete im gleißenden Flutlicht des "Bahrain International Circuit" wieder am hellsten: Im 2. Freien Training zum Bahrain-Grand-Prix (ab 13.15 Uhr live bei RTL und auf TVNOW) war der Brite wie schon in der ersten Session mit Abstand der Schnellste. Überschattet wurde die nächtliche Show des siebenmaligen Champions von einem heftigen Crash von Red-Bull-Pilot Alex Albon (oben im Video).

Verstappen überrascht

Weder von diesem Unfall noch von einer zweiten Unterbrechung durch einen verirrten Hund ließ sich Hamilton beirren: Als die Strecke 30 Minuten vor Ende der Session wieder freigegeben wurde, startete der Brite durch. In 1:28,971 Minuten brannte er die schnellste Runde des Tages in den Asphalt und legte fast vier Zehntel zwischen sich und seinen ersten Verfolger.

Das war überraschenderweise nicht Teamkollegen Valtteri Bottas. Max Verstappen sicherte sich trotz neuerlicher Probleme mit dem Unterboden Platz 2 hauchdünn (+ 0,018 Sekunden) vor dem zweiten Mercedes-Mann und Sergio Perez im Racing Point.Bereits die erste Übungseinheit hatte Verstappen wegen eines ähnlichen Problems vorzeitig beenden müssen.

Das Ergebnis des 2. Freien Trainings im Überblick

Heftiger Einschlag von Albon

Weniger gut lief es für den zweiten Red-Bull-Piloten: Alex Albon war zur Halbzeit der Session für einen Schreckmoment und jede Menge Karbonschrott verantwortlich. Der Thailänder kam ausgangs der letzten Kurve zu weit von der Piste ab, verlor die Kontrolle über seinen Boliden und schlug hart in die Streckenbegrenzung ein. Albon kletterte selbstständig aus dem Cockpit, musste aber zur medizinischen Kontrolle ins Medical Center. Er blieb unverletzt.

Danner: Albon-Crash war ein Fahrfehler

Um das Red-Bull-Wrack sicher bergen zu können, unterbrach die Rennleitung das Training für knapp zehn Minuten. Wenige Sekunden nachdem die ersten Fahrer nach dem Re-Start wieder auf die Strecke beschleunigt hatten, zeigte die Rennleitung sofort wieder "Rote Flaggen". Grund diesmal: ein Hund, der über die Strecke sprintete.

Vettel besingt Unterbrechung

Sebastian Vettel nahm's mit Humor: "Who let the dogs out, who, who, who?" - via Boxenfunk gab der Ferrari-Pilot den bekannten Song von Baha Men zum besten. "Wenn ich gewusst hätte, dass Hunde erlaubt sind, hätte ich meinen mitgebracht", fügte Vettel scherzhaft hinzu. Seine Leistung auf der Strecke konnte freilich nicht der Grund für so viel gute Laune sein: Der viermalige Weltmeister kam nach seinem starken Podiumsplatz in Istanbul nicht über Rang zwölf hinaus – mehr als eine Sekunde fehlten ihm auf die Tagesbestzeit.

Ferrari kämpft in der Konstrukteursweltmeisterschaft noch um Platz 3 – und mehrere Millionen Euro an Prämien. "Das ist definitiv das Ziel, aber realistisch betrachtet wird das sehr schwer", sagte Vettels Teamkollege Charles Leclerc. Der Monegasse, im vergangenen Jahr noch Pole-Setter in Bahrain, war knapp drei Zehntel langsamer als Vettel und landete auf Rang 14.

Der Kampf um Platz 3 in der Konstrukteurswertung

Im Kampf um Rang drei hat Racing Point (154) aktuell die besten Karten. McLaren (149) und Renault (136) liegen dahinter. Erst dann kommt das Ferrari-Team (130). Hamilton und Mercedes haben ihre Spitzenpositionen am Jahresende dagegen schon sicher - nur Bottas muss seinen zweiten Platz noch gegen Verstappen verteidigen.

Großer Preis von Bahrain: Wüsten-Rennen live bei RTL