Rennserie will in Corona-Krise handlungsfähig sein

Formel 1 ändert Regeln

2019 Monaco GP MONTE CARLO MONACO MAY 26 Jean Todt President FIA and Chase Carey Chairman F
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31. März 2020 - 18:37 Uhr

Mehr Handlungsspielraum für Todt

Die Formel 1 will auf die Entwicklungen der Corona-Krise schnell reagieren und flexibler handlunsgfähig sein. Der Automobil-Weltverband FIA gab mehrere Regeländerungen bekannt, die dies sicherstellen sollen.

6 von 10 Teams müssen zustimmen

So können zum Beispiel die FIA und die Formel 1 Änderungen im Rennkalender ohne Abstimmung vornehmen. Bestimmte Regelanpassungen bedürfen in dieser Sondersituation der Zustimmung von nur noch 60 Prozent der Teams, also sechs von zehn. Zuvor halt das Einstimmigkeits-Prinzip.

FIA-Boss Jean Todt soll zudem in "dringlichen Angelegenheiten" mehr Handlungsspielraum bekommen.

Außerdem hat der Motorsport-Weltrat die Verschiebung der eigentlich für 2021 geplanten Regel-Revolution abgesegnet. Aus Kostengründen sollen die Maßnahmen erst ab 2022 greifen.

DAS ab 2021 tabu

Darüber hinaus wird das von Mercedes bei den Tests in diesem Jahr präsentierte DAS (Dual Axis Steering) für 2021 verboten. Das Weltmeister-Team hatte mit dieser dualen Achsen-Steuerung die anderen Rennställe verblüfft.

Saisonstart 2020 noch offen

Für 2022 sollten sich die Autos in der Motorsport-Königsklasse eigentlich massiv verändern. Sie sollten schwerer und etwas langsamer werden, auch die Aerodynamik sollte sich verändern. Auf diese Weise wollen die Regelhüter mehr Chancengleichheit herstellen und spannendere Formel-1-Rennen ermöglichen. Nun können die Teams die längst begonnene und kostenintensive Entwicklungsarbeit etwas verschieben.

Die Formel 1 wollte in dieser Saison 22 Rennen absolvieren und damit so viele wie nie. Angesichts der Corona-Krise wurden die ersten acht Grand Prix dieser Saison aber entweder verschoben oder abgesagt. Die Serie plant derzeit mit 15 bis 18 Rennen. Der Auftakt ist derzeit für Juni angepeilt.

RTL.de/dpa

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