Formel 1 wird „grüner“

Ab 2023 Sprit komplett ohne Öl

Formel 1 Benzinfässer
© Imago Sportfotodienst

02. Juli 2020 - 8:55 Uhr

Synthetisch hergestellter Kraftstoff

Die Formel 1 will "grüner" werden und ab 2023 komplett auf herkömmliches Benzin aus Öl verzichten. Stattdessen soll ein synthetisch hergestellter, nachhaltiger Kraftstoff verfeuert werden. Das sagte Gilles Simon, Motorenchef des Automobil-Weltverbandes FIA, zu "auto motor und sport".

Pro Saison benötigt die Königsklasse für Rennen, Testfahrten und Prüfstandsläufe rund eine Million Liter Kraftstoff. "Das hört sich viel an, ist aber tatsächlich eine sehr kleine Menge. Diese zu produzieren wäre kein Problem", so Simon.

"Die erste große Herausforderung ist, dass wir die aktuellen Motoren nicht fundamental ändern wollen. 2023 liegt quasi um die Ecke", sagte er: "Wir brauchen einen Kraftstoff, der dem aktuellen sehr ähnlich ist, der aber nachhaltige Wurzeln hat."

Dieser könne auf biologischen Abfällen aufbauen oder durch chemische Verfahren aus Wasserstoff und Kohlendioxid gewonnen werden: "Unser Ziel ist es, die Kraftstoffunternehmen für unseren Plan zu gewinnen. Deshalb wollen wir ihnen erlauben, einen individuellen Weg zu beschreiten. Wir wollen keine der beiden Richtungen ausschließen." Auch völlig neue Ansätze dürfen verfolgt werden.

Die FIA produziert zu Testzwecken bereits synthetische Kraftstoffe, die noch in diesem Jahr in aktuellen Formel-1-Triebwerken auf dem Prüfstand erprobt werden. Der bisherige Plan hatte vorgesehen, den Anteil ab 2022 jährlich um 20 Prozent zu steigern.

RTL-Reporter Felix Görner berichtet aus Spielberg

An diesem Wochenende heulen in der Formel 1 endlich die Motoren auf. In Spielberg startet auf dem Red-Bull-Ring mit dem Großen Preis von Österreich die Not-Saison 2020.

So übertragen RTL und ntv den Saisonstart in Spielberg.

Steile Thesen: Die drei ? zum Formel-1-Saisonstart in Spielberg

RTL.de/DPA