2. April 2019 - 11:03 Uhr

Nutri-Score: Foodwatch will einfache Farb-Kennzeichnung

Um eine gesündere Ernährung leichter zu machen, macht sich neben den Verbraucherzentralen auch Foodwatch für eine einfache Farb-Kennzeichnung auf Lebensmittelpackungen stark. Mit dem sogenannten Nutri-Score soll auf den ersten Blick erkennbar sein, wie gesund ein Lebensmittel ist.

Zwei Hersteller in Deutschland kennzeichnen erste Produkte bereits mit dieser Ernährungsampel - und Foodwatch hat getestet, wie das auch auf anderen, vermeintlich gesunden Lebensmitteln aussehen würde. Die überraschenden Ergebnisse zeigen wir im Video.

Farbskala mit Buchstaben bei Nutri-Score-System

Der 2017 in Frankreich eingeführte Nutri-Score besteht aus einer fünfstufigen Farbskala mit Buchstaben - von dunkelgrün mit einem "A" für die günstigste Nährwertbilanz bis dunkelorange oder rot mit einem "E" für die ungünstigste. Das zutreffende Feld wird dann auf der Packung größer hervorgehoben. Verrechnet werden dabei der Gehalt problematischer Bestandteile wie Zucker, Salz und Fett, aber auch positive Bestandteile wie Ballaststoffe, Proteine, Früchte und Gemüse. Hersteller können das Logo freiwillig verwenden.

"Der Nutri-Score ermöglicht es Verbrauchern, ohne viel Hintergrundwissen und auch ohne viel Zeit zu investieren auf einen Blick zu sehen, ob sie ein gesundes oder ein eher unausgewogenes Produkt vor sich haben", sagt Luise Molling von Foodwatch. 

Nutri-Score-Logo informiert Verbraucher schnell und einfach

Danone und Iglo drucken seit Anfang dieses Jahres freiwillig das Nutri-Score-Logo auf erste Produkte. Foodwatch fordert, dass so viele Hersteller wie möglich nun nachziehen, um für Transparenz zu sorgen - und hat ausprobiert, wie das Logo auf anderen Lebensmitteln aussehen würde. Dabei wird schnell deutlich: Was auf den ersten Blick gesund und ausgewogen aussieht, ist oft alles andere als das.