Folgen der Sparmaßnahmen: Die Griechen zahlen mit ihrer Gesundheit

08. April 2015 - 14:05 Uhr

RTL-Reporterin Nadja Kriewald berichtet aus Katerini

Der Bundestag hat heute den Weg für eine Verlängerung der Griechenland-Hilfen freigemacht. Wie dringend die Griechen Unterstützung jeglicher Art nötig haben, dokumentiert Nadja Kriewald.

Griechischer Gesundheitssektor
Kein Personal für die brandneue Intensivstation - in Katerini fehlt es an allem.

Unsere Reporterin hat sich in Katerini umgesehen, wo die Sparmaßnahmen dramatischen Auswirkungen auf den Gesundheitssektor haben. Egal ob Medikamente in den Apotheken oder Personal in dem ansässigen Krankenhaus - es fehlt an allem. "Wir hatten hier früher 60 Ärzte und jetzt haben wir nur noch 40 – also 30 Prozent weniger", sagt Krankenhausdirektor Asterios Farniakis. Eine 2010 fertiggestellte Intensivstation wurde aufgrund von Personalmangel nie eröffnet. Stattdessen werden Intensiv-Patienten in das 60 Kilometer entfernte Thessaloniki gebracht, beklagt Farniakis - und fügt an: "Auf dem Weg sind schon einige gestorben."