Mit dem eigenen PC

Folding@Home: So kann jeder die Corona-Erforschung voranbringen

Ein Laptop oder PC reicht aus, um Forschern im Kampf gegen Corona zu helfen - Folding@Home nennt sich das Projekt
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19. März 2020 - 11:19 Uhr

Stanford Universität steckt hinter dem Projekt

Die Corona-Krise betrifft uns mittlerweile alle. Mit einem Programm der berühmten Stanford Universität in den USA kann nun jeder einen kleinen Teil zur Erforschung des Coronavirus beitragen. Folding@Home nennt sich das Projekt, das es zwar schon viele Jahre gibt, durch den weltweiten Ausbruch des Coronavirus wieder mehr Aufmerksamkeit erhält.

Die Forscher brauchen Rechenleistung!

Der Name des Programms ist angelehnt an den mikrobiologischen Prozess der Proteinfaltung - das ist der Prozess, in dem Organismen Proteine bauen (Proteine - oder auch Eiweiße - sind wiederum einer der Grundbausteine des Lebens). Auch das neuartige Coronavirus nutzt Proteine, um beispielsweise das Immunsystem eines Infizierten zu unterdrücken. Und hier kommt das Programm der Stanford Universität ins Spiel.

Um ein Heilmittel gegen solche Viren zu finden, müssen wir verstehen, wie diese Proteine funktionieren und an welchen mikrobiologischen Stellen des Proteins ein Heilmittel wirken kann. Je mehr Rechenleistung zur Verfügung steht, umso schneller werden Computermodelle berechnet, um diese Angriffsstelle zu finden. Und genau dabei brauchen die Forscher Hilfe! Was gefragt ist, ist Rechenleistung.

Mit Folding@Home kann jeder, der einen einigermaßen potenten Computer zu Hause hat – ganz gleich, ob Windows oder Mac – ein kleines bisschen Rechenleistung beisteuern und damit auch ohne wissenschaftliche Ausbildung einen echten Anteil zur Coronaforschung beitragen.

Keine Sorge, dabei werden lediglich Forschungsdaten hin- und her geschickt. Man muss sich weder registrieren noch kostet das Ganze Geld. Und der Prozess kann zudem jederzeit beendet werden.