Flutkatastrophe: Kachelmann als Zeuge im U-Ausschuss

Jörg Kachelmann, aufgenommen beim Interview zur Talkshow "Riverboat" des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Jörg Kachelmann, aufgenommen beim Interview zur Talkshow "Riverboat" des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

26. November 2021 - 3:30 Uhr

Düsseldorf (dpa) - Der Wetterexperte Jörg Kachelmann soll am Freitag (16.30 Uhr) als einer der ersten Zeugen im Untersuchungsausschuss zur verheerenden Flut in Nordrhein-Westfalen angehört werden. Kachelmann hatte am 13. Juli mittags in einem Tweet gewarnt, es werde "womöglich Zeit, Menschen allmählich behördlicherseits und medial auf ein Hochwasser-Szenario vorzubereiten". In der folgenden Nacht kam es zu ersten Überschwemmungen. Unmittelbar vor Kachelmann soll die britische Hydrologie-Professorin Hannah Cloke im U-Ausschuss befragt werden (14.30 Uhr). Sie hatte an der Entwicklung des europäischen Hochwasser-Warnsystems EFAS mitgewirkt und nach der Flutkatastrophe den Behörden ein "monumentales" Systemversagen vorgeworfen.

Der Untersuchungsausschuss im Landtag von Nordrhein-Westfalen kam mit den Stimmen der Oppositionsabgeordneten von SPD und Grünen zustande. Das Gremium soll mögliche Versäumnisse, Unterlassungen oder Fehleinschätzungen der CDU/FDP-Landesregierung und nachgeordneter Behörden in Zusammenhang mit dem verheerenden Hochwasser von Mitte Juli mit 49 Toten in NRW untersuchen. Im Frühjahr 2022 soll dem Landtag ein öffentlicher Bericht über die bis dahin vorliegenden Erkenntnisse vorgelegt werden. Im Mai 2022 sind Landtagswahlen.

© dpa-infocom, dpa:211125-99-144726/3

Quelle: DPA