Flusskreuzfahrtschiffe überwintern im Mittellandkanal

Die Flusskreuzfahrtschiffe "Katharina von Bora" und "Frédéric Chopin" liegen an einer Kaimauer. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild
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19. Februar 2021 - 10:42 Uhr

Seelze (dpa/lni) - Der Mittellandkanal ist sonst nicht das Revier von Flusskreuzfahrtschiffen, doch derzeit überwintern gleich fünf der schwimmenden Hotels in Seelze bei Hannover. Selbst dem harten Frost haben die langgestreckten flachen Schiffe getrotzt. Wegen Corona dürfen keine Winterkreuzfahrten stattfinden, deshalb werden derzeit mehr Liegeplätze für die Flotten gebraucht.

Die Schiffe sollen noch bis Saisonbeginn im April an ihrem Liegeplatz bleiben, wie ein Sprecher der Schweizer Firma River Advice sagte. Das Unternehmen in Basel betreibt und managt Kreuzfahrtschiffe für Reedereien und Reiseveranstalter. Auf den Mittellandkanal sei man aus "logistischen und ökologischen Gründen" gekommen: "Alle Schiffe, die dort liegen, fangen in der Nähe an. Lange Anreisewege zur Positionierung fallen dadurch weg."

Der Wiederbeginn im Frühjahr hänge aber davon ab, wie schnell einzelne EU-Länder Reisen wieder erlauben, sagte der Sprecher. "Wir hoffen, im April wieder mit europäischen Gästen fahren zu können."

Zwei Schiffe in Seelze fahren ganz oder teilweise für den Reiseveranstalter Nicko Cruises. "Grundsätzlich sind die Schiffe jeweils bis kurz vor Saisonbeginn in ihren Winterhäfen", sagte eine Sprecherin in Stuttgart. "Für die MS "Katharina von Bora" wird dies voraussichtlich Mitte April sein, unsere erste Reise mit diesem Schiff ist für den 10. April geplant." Noch keine Angaben gebe es für die "Frederic Chopin", die ebenfalls in Seelze festgemacht hat.

Andere Schiffe überwintern an der Donau, in Köln oder in den Niederlanden. "Wir blicken als Reiseveranstalter optimistisch in die Zukunft und gehen aktuell davon aus, dass ab April ein Schiffsbetrieb mit entsprechendem Hygienekonzept wieder möglich sein wird", sagte die Sprecherin.

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Quelle: DPA