Flugzeugteile aus dem 3D-Drucker: Airbus baut Komponenten wieder selbst

15. August 2015 - 16:18 Uhr

Flugzeugbauer schafft industrielle 3D-Drucker an

Angesichts der technischen Möglichkeiten von 3D-Druckern setzt der Airbus-Konzern wieder auf die eigene Fertigung von Bauteilen. "Es ist bereits entschieden, dass Airbus künftig zehn Prozent seiner Bau- und Ersatzteile selbst herstellen will", sagte der stellvertretende Leiter der Abteilung Neue Technologien & Konzepte, Peter Sander. Europas größter Flugzeugbauer schaffe dafür industrielle 3D-Drucker an.

Peter Sander, Vizepräsident der Abteilung Neue Technolgien & Konzepte bei Airbus
Peter Sander, Vizepräsident der Abteilung Neue Technolgien & Konzepte bei Airbus, präsentiert eine via 3D-Drucker hergestellte Flügelklappe.
© dpa, Carmen Jaspersen

Sander: "2016 beginnen wir damit dann mit der Serienproduktion von Bauteilen aus Titan, Mitte 2016 aus Edelstahl und ab 2017 aus Aluminium." Airbus arbeitet beim 3D-Druck mit der Tochter Premium Aerotech (PAG) zusammen, die nach diesem Verfahren für den Militärtransporter A400M bereits komplizierte Triebwerks-Krümmer produziert. Bisher hat Airbus seine Bauteile komplett von Zulieferern bezogen.