Flugzeugabstürze mit deutschen Opfern: Die schlimmsten Unglücke der Geschichte

26. März 2015 - 11:20 Uhr

Concorde-Absturz beendet eine Ära

Ein Land unter Schock: 67 Deutsche befanden sich an Bord der Unglücksmaschine LH 4U 9525, die auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf aus bislang unbekannten Gründen über den französischen Alpen abgestürzt ist. Schon lange hat es keine Flugzeugkatstrophe mit so vielen deutschen Passagieren gegeben. Ein Rückblick zeigt: In den letzten Jahrzehnten gab es immer wieder schlimme Flugzeugunglücke, bei den auch viele Deutsche unter den Opfern waren.

Birgenair
164 deutsche Urlauber kamen beim Flug ALW301 ums Leben.
© picture-alliance / dpa, hurryet

Einer der schwärzesten Tage in der Geschichte der Luftfahrt war der 6. Februar 1996. Die Boeing 757 der türkischen Fluglinie Birgenair verließ den Flughafen Puerto Plata in der Dominikanischen Republik. 176 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder waren an Bord der Maschine. Ziel von Flug ALW301: Berlin und Frankfurt. Keine zehn Minuten nach dem Start stürzt die Maschine ab. In 2.400 Meter Flughöhe kam sie offenbar ins Trudeln und fiel ins Meer. Auch wenn es zunächst Kritik am Billigflieger gab, stellten Ermittler schnell fest: Die Flugbesatzung war gut ausgebildet. Bei dem Unglück kamen 164 deutsche Urlauber ums Leben.

Auch der 25. Juli 2000 ging als schwarzer Tag in die Luftfahrtgeschichte ein und beendete eine Ära: Die Concorde galt als Luxusflieger, schaffte die Strecke Paris-New York in nur dreieinhalb Stunden – inklusive Champagner, Kaviar und Überschallknall. Um 16.42 Uhr erteilte der Tower am Flughafen Charles de Gaulles in Paris Starterlaubnis, nur eine Minute später wurde Feuer am Heck der Concorde gemeldet. In einem Flammeninferno stürzte die Maschine ab, alle Insassen und vier weitere Menschen am Boden sterben bei dem Unglück. Unter den Toten befanden sich auch 97 Deutsche.

Eine der schwersten Flugkatastrophen auf deutschem Boden ereignete sich am 14. August 1972 in Königs Wusterhausen (Brandenburg). Auch hier löste ein Brand im Heck das Unglück aus. Die Iljuschin-62 der DDR-Gesellschaft Interflug war auf dem Flug nach Bulgarien. Bei dem Absturz starben 156 Menschen. 60 Tote konnten wegen der schweren Brandverletzungen nie identifiziert werden und wurden auf einem Waldfriedhof bestattet.

Das schlimmste Unglück der zivilen Luftfahrt aller Zeiten ereignete sich am 27. März 1977 auf Teneriffa. Ein Missverständnis zwischen Cockpit-Besatzung und dem Tower war Ursache dafür, dass zwei Jumbojets auf der Startbahn ineinander krachten. Insgesamt 583 Menschen kamen ums Leben, 61 Menschen konnten sich aus einem Wrack retten. Die Opfer stammen zum größten Teil aus den Niederlanden und den USA.