RTL News>Reisen>

Flughafen-NoGos: Ex-Flugbegleiterin packt aus - Mit diesen 5 Sachen machen sich Passagiere unbeliebt

Ganz schön lästig!

Ex-Flugbegleiterin verrät: Fünf No-Gos, mit denen sich Passagiere an Bord unbeliebt machen

Flugbegleiterin an Bord eines Fliegers
Womit stören Passagiere die Arbeit an Bord am meisten? Wir verraten es.
Iza Habur, Iza Habur (Iza Habur (Photographer) - [None], iStock

von Svenja Hoffmann

Stets freundlich und immer ein Lächeln auf den Lippen: Dieses Bild haben sicher viele im Kopf, wenn sie an Flugbegleiter denken. Doch einige Passagiere schaffen es, diese professionelle Freundlichkeit gehörig auf die Probe zu stellen – das weiß ich aus eigener Erfahrung. Denn: Ich selbst war viele Jahre Flugbegleiterin und habe Passagiere auf ihren Flügen rund um die Welt begleitet. Mit welchen fünf Verhaltensweisen Passagiere den Traumjob über den Wolken am meisten erschweren und die Nerven der Flugbegleiter auf die Probe stellen?

Lese-Tipp: Die bekanntesten Flugzeug-Mythen - und was wirklich stimmt

1. Das gibt's nicht nur auf Autobahnen...

Auch in zehn Kilometern Höhe kann es passieren, dass ein Notfall eintritt – zum Beispiel, wenn ein Passagier das Bewusstsein verliert und zum Patienten wird. Nein, nicht dieser Passagier ist es, der die Flugbegleiter zur Weißglut bringt. Dafür sorgen hingegen die, die ihr Handy zücken und die Kamera auf diese schlimme Situation halten.

Flugbegleiter sind darauf geschult, auf die verschiedensten Notfälle an Bord zu reagieren und Abhilfe zu leisten. Wozu sie in diesen Momenten aber keine Zeit haben: sich um Schaulustige zu kümmern und ihnen die Handys wegzunehmen. Das kostet wertvolle Minuten und Manpower.

2. Dadurch geht's auch nicht schneller...

Ein Flugzeug verfügt nur über einen begrenzten Raum, auf dem gearbeitet werden kann. Hier ist Zeitmanagement und Timing das A und O. Flugbegleiter haben klare Abläufe, die ihnen nach einiger Zeit in Fleisch und Blut übergehen. Ihnen ist daran gelegen, ihre Gäste nicht zu lange warten zu lassen.

Dennoch kommt es immer wieder vor, dass es einigen Passagieren nicht schnell genug geht. Sie stürmen während der Servicevorbereitungen in die Bordküche – die sogenannte „Galley“ – und fragen, wann es denn endlich soweit sei. Leider sorgt aber genau dieses Verhalten für das Gegenteil: Denn durch solche Unterbrechungen dauert es dann noch ein wenig länger.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

3. Wenn es ununterbrochen klingelt...

Der kleine Knopf über den Köpfen der Fluggäste: Für Flugbegleiter ist er Freud und Leid zugleich.

Er ist äußerst hilfreich, wenn es einem Passagier mal nicht gut geht oder wenn Passagiere ein dringendes Anliegen haben. Sobald es in der Kabine „Ding Dong“ macht, setzt eine Art Alarmbereitschaft beim Personal ein. Das liegt daran, dass dieser Knopf insbesondere für Notfälle gedacht ist.

Vielen Fluggästen ist das aber gar nicht bewusst. Sie klingeln ohne Unterlass, um während der servicefreien Zeiten Snacks oder Getränke zu bestellen. Sicher sagt niemand etwas, wenn Sie mal klingeln, weil ihr Sitznachbar schläft und Sie nicht aus ihrer Sitzreihe kommen. Doch seien Sie sich immer der Tatsache bewusst, dass es sich eigentlich um einen Alarmknopf handelt.

Auch ihre Mitreisenden werden es Ihnen danken, denn das Bimmeln hören nicht nur die Flugbegleiter, sondern auch die anderen Passagiere.

Lese-Tipp: Warum haben Flugzeug-Fenster immer ein kleines Loch? DAS ist der Grund!

4. Anderer Luftdruck, andere Wirkung

Hoch auf der Liste der störenden Verhaltensweisen stehen auch angetrunkene oder betrunkene Passagiere. Ein Gläschen Sekt zum Start, ein Wein zum Essen – gar kein Problem. Man sollte sich jedoch immer in Erinnerung rufen, dass man sich nicht in seinem gewohnten Terrain auf der Erde befindet, sondern eben in zehn Kilometern Höhe mit anderem Luftdruck.

Alkohol hat nämlich in dieser Höhe mitunter eine ganz andere Wirkung auf den Körper als man das sonst gewohnt ist. Wenn Passagiere diese Wirkung im Flugzeug unterschätzen, kann es schnell nervig werden. Hier werden die Nerven der Flugbegleiter schnell mal auf die Probe gestellt.

5. Aufgepasst! Es geht um Ihre Sicherheit

Eine Ansage zur Begrüßung, eine nach dem Start, eine vor dem Service und so weiter…

Sicher kann man als Passagier da schon mal die Aufmerksamkeit schweifen lassen. Das wiederum kann aber dazu führen, dass besonders im Ernstfall kostbare Zeit draufgeht, weil dann viele nicht wissen, wie Sie sich richtig verhalten.

Sie können sich sicher sein: Man möchte Sie mit den Ansagen nicht nerven. Doch im Ernstfall geht es um Ihre persönliche Sicherheit. Also lieber einmal mehr zuhören als einmal zu wenig. (vho)

Lese-Tipp: Ganz schön clever! Flugzeug-Tools, die fast keiner kennt