Lange Reise zur letzten Ruhe

Skelett vom Ehemann im Gepäck: Frau am Flughafen München gestoppt

Skelett im Fluggepäck entdeckt
© oto: Bundespolizei/dpa

05. August 2020 - 10:53 Uhr

74-Jährige bringt den Leichnam in die alte Heimat

Ein Skelett in einer Holzkiste: Diesen außergewöhnlichen Fund machten Kontrolleure am Flughafen München, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Doch noch skurriler als der Fund menschlicher Knochen im Fluggepäck ist die Geschichte der 74-jährigen Witwe zum Skelett ihres Ehemanns auf langer – und legaler – Reise zur letzten Ruhestätte.

Flug aus Griechenland über München und Kiew nach Armenien

Die Armenierin wollte zusammen mit ihrer 52-jährigen Tochter das Skelett aus dem Wohnort der Familie in Griechenland nach Armenien bringen. In der alten Heimat sollte der Verstorbene die letzte Ruhe finden – nach langer Reise mit Zwischenstopps in München und Kiew auf dem Weg nach Armenien.

Frauen durften ihre Reise fortsetzen - mit dem Skelett im Gepäck

Schädel bei Flughafen-Kontrolle in München entdeckt
Nahaufnahme des Schädels aus der Holzkiste, die am Flughafen München kontrolliert wurde
© oto: Bundespolizei/dpa

Der Mann war laut Dokumenten bereits 2008 verstorben und auch an seinem Wohnort nahe Thessaloniki beigesetzt worden. Die Überführung lief der Bundespolizei zufolge allerdings rechtmäßig ab. Auch die Staatsanwaltschaft sah keine strafrechtliche Relevanz. Daher durften die Frauen die Reise in den Kaukasus fortsetzen, zusammen mit den sterblichen Überresten.