11. Juni 2019 - 11:51 Uhr

Flughafen London-Heathrow testet neues Verfahren

Ein Traum für alle Handgepäck-Reisenden wird demnächst wahr: Bald dürfen wieder Flüssigkeiten in Originalgröße im Handgepäck mitgenommen werden - zumindest, wer vom Londoner Flughafen Heathrow fliegt.

Ein innovativer 3D-Scanner macht's möglich

Seit 2006 dürfen laut EU-Richtlinie Flüssigkeiten, aber auch Cremes und Gels nur noch in kleinen Einzelbehältnissen von maximal 100 ml im Handgepäck mitgeführt werden.

Am Londoner Flughafen Heathrow könnte das bald Geschichte sein. Der Airport arbeitet derzeit an einem neuen Sicherheitssystem, das die Mitnahme von Originalgrößen wieder möglich macht. Innovative 3D-Scanner, ähnlich den CT-Scannern in Krankenhäusern, sollen die bisherigen Röntgenmaschinen ersetzen.

Die neuen Scanner ermöglichen genauere und detailliertere Bilder von Flüssigkeiten und elektronischen Geräten. Aus diesem Grund wäre ein Verbot von Flüssigkeiten kaum erforderlich und auch der Sicherheitsstandard würde darunter nicht leiden.

Im Jahr 2022 soll es losgehen

Dies bestätigt auch Chris Garton, Chief Operating Officer von Heathrow, gegenüber BBC News, wie die britische "Cosmopolitan" zitiert: "Das innovative Equipment wird nicht nur den Flughafen durch seine neueste Technologie besser schützen, es bedeutet auch, dass sich Passagiere zukünftig besser auf ihre Reise konzentrieren können und sich weniger um die Vorbereitung der Sicherheitsprüfungen kümmern müssen."

2022 sollen die hochmodernen, insgesamt knapp 56 Millionen teuren Security-Scanner in Heathrow zum Einsatz kommen.

Wie sieht es in Deutschland aus?

"Wir haben davon gehört. Doch bisher ist das an deutschen Flughafen noch kein Thema", sagt Pressesprecher Jörg Bittner von der Bundespolizei Flughafen Düsseldorf gegenüber RTL.de. Aber er räumt ein: "Aber wir stehen dem Thema offen gegenüber. Denn die Briten haben einen sehr hohen Sicherheitsstandard. Speziell am Londoner Flughafen Heathrow, der zu den größten in Europa zählt. Sollte das System wirklich einwandfrei funktionieren, könnten wir uns das definitiv auch für Deutschland vorstellen."